Expellow: Wenn dich diese Sängerin anbrüllt, wackeln deine Ohren

Mik Dean von der Zürcher Metalcoreband Expellow lässt so manch männlichen Schreihals alt aussehen. Wie sie es schafft, ganze Konzerte lang durchzuschreien, ohne danach wie Kermit der Frosch zu tönen, erklärt sie uns im Interview.

Gudi, Nici und Mik von Expellow live bei SRF Virus-Pablito!

Bildlegende: Gudi, Nici und Mik von Expellow live bei SRF Virus-Pablito! SRF Virus

Wer Expellow das erste Mal hört oder sieht, erschreckt sich vielleicht im ersten Moment ein bisschen.

Entweder über die brachiale Wut, die einem Sängerin Mik Dean mit grollender Stimme entgegenschreit und bei der man sich fragt, wo genau diese Frau diese Stimmlagen hernimmt. Oder über die plötzlich erschütternden, gefühlvollen Songpassagen, die das gerade hereingebrochene, krachende Gewitter melodiös abrunden und fast balladenartig ergänzen.

Geschrei ist harte Arbeit

Sängerin Mik und die beiden Gitarristen Nici und Gudi waren bei uns zum Interview zu Gast. Uns brannte natürlich vor allem EINE Frage unter den Nägeln: Wie zum Teufel kriegt man als Frau eine solch grollende Schrei-Stimme hin, ohne sich danach wie eine Kreuzung aus Marge Simpson und Reibeisen in tiefstem Winter anzuhören?

«  Nach den ersten Proben mit Schrei-Gesang war ich monatelang durchgehend heiser! »

Mik Dean

Mik hat Tipps für angehende Schreihälse: Den Druck im Hals aufzubauen ist falsch. Die Stimmbänder sollten nicht belastet werden, denn das ist langfristig ungesund und man wird heiser.

Statt die Stimme herauszudrücken ist es also mehr ein Bellen, erklärt Mik. Aber auch an diese Technik muss sich die Stimme erstmal gewöhnen. Über Nacht perfektioniert man diese Technik nicht.

Übrigens: Am Donnerstag, 12. November spielen Expellow als Vorband der deutschen Metal-Hard-Trance-wie-auch-immer-Core Band Eskimo Callboy (sie selbst nennen’s Porno Metal aber c'mon... wtf) im Dynamo.