Ray Drma: der vertonte Beischlaf

Diese brandneue Schweizer Band kennst du noch nicht, aber Ray Drma sollten dir ab sofort ein Begriff sein. Der Genital-getriebene Soul des Zürcher Duos entstammt dem Schmerz von Hoden und Herz und lässt sich – wie sich das gehört – betanzen und be-beischlafen. Wenn nicht bei uns, wo dann?

Wenn dich befreundete Musiker morgens um 3 an einem Wochentag anschreiben, den «Hallo, wie gehts»-Smalltalk komplett auslassen und enerviert fragen, ob ich mir die Demotracks endlich angehört habe, dann denke ich mir immer genau zwei Sachen:

  1. Dude, chill! Es ist mitten in der Nacht und ich hab zu tun.
  2. Ja Mann! Genau so muss es sein. Hungrig, ungeduldig, immer nahe am Überschreiten der Grenze zum spam-igen Nerven von Freunden und Feedbackgebern. So sollte es auch sein, wenn Musiker ihre ersten Releases raushauen. (Finde zumindest ich. Liegt vielleicht auch ein wenig an meiner musikalischen Herkunft aus dem Hip-Hop, wo eine solche Einstellung als Grundvoraussetzung gilt.)

Secondos auf der Suche nach Identität

Genau so ist es bei Ray Drma aus Zürich. Die brandneue Band um Gianluca (für Gesang, Soul und Emotions zuständig) und Seba (Drums, Sex und Funk) klingt genau so, wie sie morgens um 3 auf meinem Bildschirm wirken: aufweckend, in-your-face und hungrig.

Affiliiert sind die Jungs mit der STARTER GANG, dem Künstlerkollektiv welches auch unsere Freunde der JAS CRW beherbergt.

Ihre Songs entstammen der sexuellen Verwirrung, dem Liebeskummer und ihrer Suche nach Identität und Wurzeln als Secondos in der Schweiz. Klassische und zeitbewährte Nahrungsmittel der Musikerseele – für ihren Neo-souligen, funky Klang der perfekte Gärboden.

Ihre Debüt-EP «Ray Drma Exclusive Vol. 1» droppt am 24. Februar.