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Bandporträt The Legendary Lightness: ein bisschen Jazz muss sein

Für die Aufnahmen zu ihrem neuen Album «April Hearts» hat sich die Zürcher Indie-Band The Legendary Lightness zwei Jazzmusiker mit ins Boot geholt. Ein Experiment, das sich voll auszahlt. «April Hearts» erscheint diesen Freitag, am 21. April – vorher begrüssen wir die Band zur Studio Session.

Vor sieben Jahren tauschte der Zürcher Musiker Daniel Hobi sein Drumkit für ein Leben als Frontmann ein. Auf den Rockstar Hobi, der mit schweissgebadeter Lederjacke zuvorderst auf den Monitorboxen steht, warten wir jedoch weiterhin vergebens.

Schliesslich herrscht auch auf dem dritten Album seiner Band The Legendary Lightness, Link öffnet in einem neuen Fenster wieder mehr Schon-, statt Schleudergang.

Zwar beginnt «April Hearts» mit den hypnotischen Grooves des Titeltracks, die sieben anderen Songs der Platte schlagen jedoch ein gewohnt gemächliches Tempo ein. «Country», Kurt Vile, Link öffnet in einem neuen Fenster, «Americana» oder Grandaddy, Link öffnet in einem neuen Fenster sind die Referenzen, die einem ins Kopfkino projiziert werden.

Introducing: die Jazz-Klarinette

«Country» und «Americana» sind nicht die einzigen Altherrenbegriffe, die von Hobi und seinen Mitmusikern auf «April Hearts» einer Frischzellenkur unterzogen werden. So waren ebenfalls zwei – Achtung! – Jazzmusiker, die normalerweise Teil der Zürcher Jazz-Combo RONIN, Link öffnet in einem neuen Fenster sind, bei den Aufnahmen präsent.

Ein Experiment, das sich hervorragend auszahlt – und überhaupt nicht verkopft oder kompliziert daher kommt. Besonders «Paper Doors», ein Track mit einer besonders prägnant vorkommenden Klarinette, ist der wohl beste Track des Albums.

Trotz Zurückhaltung und einer grossen Portion Sanftmütigkeit auf der musikalischen Seite: The Legendary Lightness können selbstverständlich auch deeper.

«The world weighs heavy on my mind», singt Hobi auf «Sweet Home». Im nächsten Song heisst es «Put your hands around my neck / I will gently tap your back / before I faint». Ist das jetzt ein grenzenloser Liebesbeweis oder sind das prägnante Zeilen für die gegenwärtige Negativschlagzeilen-Abwärtsspirale? Der Zuhörer darf selbst entscheiden – auch eine Form von Jazz, oder?

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