«Slow Remixed»: Das neue Album von Superproduzent SAD im Remix

Nach einem puren Rapalbum mit Ali und LCone kehrte SAD aka Sandro Durrer vor kurzem zu organischen Klängen zurück. Jetzt dreht er sein aktuelles Album «Slow» durch den Remix-Wolf. Mit dabei: Grössen der Schweizer Produzentenszene: Shuko, Pablo Nouvelle, Melodiesinfonie, Filewile, und und und.

SAD

Bildlegende: «Laid back» und erwachsen: SAD remixt sein aktuelles Album «Slow». official

Ende Februar haben wir das neue Album des Berner Superproduzenten SAD abgefeiert. Jetzt, drei Wochen später: Time to sequel. Jaaaa!

«Slow Remixed»: das Remixalbum

Remixalbum. Muss ich noch viel mehr dazu sagen? Nee. Ohren auf für «SLOW – Remixed». Die Remixer sind Grössen der Schweizer Produzenten- und Musikerszene: Shuko, Melodiesinfonie, Filewile, Ruck N' Wiz, und und und. Ein Ohrenschmaus. Mein Favorit: «Unfold» im Remix von Pablo Nouvelle.

Die Remix-Scheibe erscheint diesen Freitag – das Teil gibt's aber nur für dich schon jetzt im exklusiven Stream:

Produzenten sind weder an Sprach-, noch an Kulturgrenzen gebunden. Die Auswirkungen dessen sieht man schnell, wenn man sich durch die Diskografie von SAD durchscrollt.

Cosign von «Okayplayer»

Die vorletzte Scheibe, bei der SAD mitwirkte, «Inoue» mit Ali und LCone, erreichte zwar durchaus Relevanz und Ansehen, aber eben, exklusiv innerhalb der Schweiz. Sein aktuelles Werk «Slow», die Vorlage für «Slow Remixed», ist jetzt aber auf Amiblogs zu finden. Zum Beispiel auf «Okayplayer», der Tastemaker-Seite von Questlove von den Roots.

Das liegt zum einen sicher an der Sprache. Die Featuregäste auf «Slow», Djemeia und Slum Village, die OGs aus Detroit, rappen und singen auf englisch. Aber eben auch an der Tatsache, dass SAD auf internationalem Niveau produziert.

Dopeness ist alterslos

«Slow» ist während zwölf Monaten entstanden, in zahllosen Jamsessions. Ursprünglich war das Album als reines Soulwerk gedacht, dann wollten die Jungs von Slum Village aber unbedingt über diese Beats rappen. Danke dafür!

«Slow» ist ein Album für den reifen Hip-Hop- und Soul-Hörer. Aber auch eines für 16-Jährige. Denn: Dopeness ist alterslos. Musikalisch geht die Platte stolpernd, schleppend und groovend Richtung D'Angelo, Neo Soul und dem Pfad des Guten. Bounce feiert das hart.

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