Stadt, Land, f*** dich

Physical Shock heisst das neue Label des Moments. Xen, EAZ, Lii und Liba sind live zu Gast, um den bevorstehenden Labelsampler «Physical Shock Vol 1» anzukünden - in Form einer neuen Single, die wir exklusiv live gerappt bekommen. Freude herrscht!

vier junge männer im profil

Bildlegende: Physical Shock - das Label der Stunde Von oben links im Uhrzeigersinn: Lii, Xen, EAZ und Liba official

Stadt - XEN, EAZ, Lii und Liba

Xen kennst du. Wenn nicht, youtube ihn mal. Jesses. Für alle anderen, kurz:

Xen hat 2015 eingeschlagen wie eine dieser übertriebenen Splittergranaten aus diesen Videospielen. Oder sechs. Der Zürcher Rapper war gefühlt der Erste, der für sein Label Physical Shock die Lanze brach. Sein Album «Ich gäge mich» chartete im Mai 2015 auf Platz 4 der Schweizer Albumcharts, seine Videos haben sechsstellige Klickzahlen, und er hatte sogar schon eine Nr 1. Single («Kei Ziit» zusammen mit EAZ). Und jeder Traphater muss eingestehen (zu Erklärung: Xen rappt am liebsten auf Trap Beats): die Flowskills sind massiv. Eine prägnante Stimme, eine eigene Diktion, sauberer, technisch hochstehender Flow und richtig viel Attitüde. Dope.

Stilistisch komplementär zu Xen steht EAZ. Er stellt das zweite grosse Aushängeschild von Physical Shock dar, seit Ende 2015 ist er offiziell beim Label gesignt. Der Dude rappt auf Boombab Beats vom allerfeinsten, als hätte ihn Tupac heute morgen angerufen und gesagt: «mach genau weiter so, das gefällt mir.» Auch er sorgt für massives Aufsehen - Klickzahlen und Social-Media-Präsenz sind riesig - und was wirklich zählt: er hat Skills.

Aber Halt. Es geht ja heute nicht um EAZ oder Xen alleine, sondern um das gesamte Label. Der erste Sampler des jungen Winterthurer Labels erscheint am 29.04 und Liba, Lii, EAZ und Xen sind heute hier um eine exklusive, bis anhin unveröffentlichte Single zu performen. WELTPREMIERE.

ein junger Mann zieht an seinen Haaren

Bildlegende: Visu - Sex und Rösti der sympathische Beromünsterer Visu official

Land - Visu

Die Einen bedienen sie, die Anderen nicht. Hip Hop Klischees. Autos, Frauen, Gangzeichen, Betonwüste. Visu, der junge Rapper aus dem luzernischen Beromünster mit Kakadufrisur gehört zur zweiten Sorte. Uncool? Auf keinen Fall, denn Visu geht mit offenen Armen, einem Lächeln auf den Stockzähnen, einer grosser Portion Selbstironie und ohne kugelsichere Weste auf diese Klischees zu.

Heraus kommt der gelungene musikalische Versuch ein Sohn der Prärie zu sein und trotzdem kredibilen Rap zu machen. «Sex und Rösti», das ist der Name seiner ersten EP. Ein Stück Schweizer Hip Hop, das man nicht so schnell ein zweites Mal findet.

F*** dich

Eins soll und muss immer klar sein. Wir sind eine zu kleine und inzüchtige Szene für blöde Schubladerei oder Missgunst. Gut, gegen letzters können wir nichts anstellen. Aber wenn etwas dope ist, ist es dope, egal ob es cooler - urbaner Natur oder eher bauernsohnig läääss ist.

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