Campino: «Ich habe einen Mercedes in Biel geklaut!»

Dass der Sänger der «Hosen» wild ist, wissen wir alleine dank seinen Shows: Kopfüber hängt er von Scheinwerfertürmen, rennt auf der Bühne umher oder springt mit vollem Karacho ins Publikum. Auch privat trägt er keinen Heiligenschein: Am Openair St.Gallen hat er uns deftige Räubergeschichten erzählt.

Campino auf Diebeszug in Biel

Auf die Frage, was sein krassester Gangster-Move war, grabt Campino tief in der Geheimniskiste: «Mein Freund Schorsch Kamerun hatte damals gerade seine KFZ-Mechaniker-Lehre bestanden und wusste, wie man Autos knackt», beginnt er schelmisch lachend wie ein Junge, der gerade Süssigkeiten stibitzt hat.

Nur, dass es bei ihm keine Bonbons oder dergleichen waren, sondern eine teure Karre: «Wir waren damals ziemlich betrunken in Biel unterwegs und haben einen Mercedes vom Parkplatz geklaut!», lässt er uns baff zurück.

«Wir sind damit durch die Gegend gefahren, haben einen anderen Mercedes gesucht, um unseren dort reinzuheizen, dann aber keinen gefunden und ihn mit laufendem Motor vor dem Hauptbahnhof stehen gelassen.»

Nach so vielen Jahren sei die Tat aber ohnehin verjährt und er könne es bedenkenlos zugeben. Aber das sei noch nicht einmal alles, was er sich mit Schorsch unter den Nagel reissen wollte:

«Wir haben auch versucht, ein Surfbrett zu klauen! Das war aber an einem Stahlseil angekettet und hat nicht geklappt...»

Wir sind etwas ratlos

Dass der Hosen-Frontmann bei dieser Frage dermassen auspackt, hätten wir nun wirklich nicht erwartet. Sowieso, wenn er uns im selben Interview erzählt, dass er Geheimnisse eigentlich sehr gut vor der Welt bewahrt:

«Das ist ein Überlebensrezept! Ich gebe den Leuten immer etwas Futter, dass sie denken, sie wissen sowieso schon alles – und die Sachen, die noch nicht entdeckt sind, seien entweder total langweilig oder so scheisse, dass ich sie nicht erzählen will.»

1:0 für dich, Campino