Sind Festivals der absolute Hit oder der grösste Shit?

Festivals sind das geilste! - Nein, Festivals sind scheisse! - Bei uns in der Redaktion gibt es zwei Lager betreffend Festivals: Redaktorin Anna findet Festivals ganz und gar nicht toll. Festivalliebhaber Danias kann darüber nur den Kopf schütteln. Und du? Bist du Pro oder Contra Festivals?

Stark! Da zeigt jemand am Openair Frauenfeld ganz viel Liebe für den Festivalsommer.

Bildlegende: Stark! Da zeigt jemand am Openair Frauenfeld ganz viel Liebe für den Festivalsommer. SRF

Das grosse Pro und Contra von Festivals


PRO
CONTRA
Wer ist wer?Danias, SRF Virus-Redaktor +++ Mit Freunden Spass haben, neue Leute kennenlernen, neue Musik entdecken oder bereits bekannte Bands geniessen. Was will ich mehr?
Anna, SRF Virus-Redaktorin +++ Ich mag Festivals aus einem einfachen Grund nicht: Das Verhältnis von Preis und Leistung geht bei mir einfach NIE auf!
EssensständeGeil! Da kann ich immer wieder mal einen neuen Snack ausprobieren oder etwas zum Knabbern mit auf den Weg zum nächsten Konzert nehmen. Fress-Exzesse gibts bei mir nie. Ich esse, wenn ich Hunger habe und sonst nicht. Und ich kann mich nicht daran erinnern, jemals ein Konzert wegen eines Essstand-Besuchs verpasst zu haben. Musik ist wichtiger als Verpflegung. ;-)
Oh, Asia-Burger! Oh, Frozen Yoghurt! Oh, Lammkebab! Das Angebot an gutem Essen ist so krass, dass ich mir wie an einem Foodtruck-Festival vorkomme. Problem: Weil Openairs für mich eine Art Parallelwelt sind, in der Kalorien nicht existieren, erlaube ich mir, das alles auszuprobieren. Resultat: Loch im Portemonnaie und Hosen, die nicht mehr passen. Ds närvt.
Andere MenschenHier ein Schwatz, da ein dummer Spruch, hier eine neue Bekanntschaft, dort ein alter Bekannter, den da drüben habe ich doch auch schon mal gesehen und so weiter. Bei einer besonders lustigen Runde kann ich auch ohne schlechtes Gewissen mal ein Konzert sausen lassen.
Das Problem ist nicht, dass es mir «zu viele Leute» hat. Im Gegenteil. Einerseits treffe ich auf so viele alte und weniger alte Bekanntschaften, mit denen ich dann schnurre, Bier trinke oder ein Selfie mache. Und andererseits sind meine Hemmungen bei Null, sodass ich jeden und jede an quatsche, die mir gefällt. Wie soll ich da je zu einem Konzert kommen?
Party-Zelte
Ich geh doch nicht an ein Festival, um das Gleiche zu bekommen, wie den Rest des Jahres in jedem x-beliebigen Club in jeder x-beliebigen Stadt...!
Ich stehe dazu: Ich mag die Party-Zelte! Da ist immer was los. Die Musik ist nie lahm, kein anstrengendes Applaudieren. Und vor allem gibt es nicht die langweiligen Lücken zwischen den Konzerten.
Scheisse Aussehen (aka Schlafmangel)
Hut auf den Kopf (Haarproblem gelöst), Sonnenbrille ins Gesicht (Augenringproblem gelöst). Und die dreckigen Klamotten gleich anbehalten. So zeigst du, dass du das Festival auskostest und es dir wichtiger ist, eine gute Zeit zu haben, als immer gut auszusehen.
Ich bin eitel! Nicht über-eitel, aber normal-eitel. Und ich will nicht scheisse aussehen, an einem Anlass, wo es ums Sehen und Gesehen werden geht. Ein Tag: Okay. Zwei Tage: Nnnnjääh. Dritter Tag: Ich fühle mich Zombie-mässig und rieche wohl auch so. Will ich weder mir, noch anderen antun.
KonzertqualitätDass Festival-Konzerte keine CD-Qualität haben, ist ja klar. Darum geht's ja auch nicht. Es geht um den Moment, um das Live-Erlebnis und die Stimmung. Wo sonst bekomme ich Konzerte direkt am Meer oder während eines malerischen Sonnenunterganges zu sehen? Auf jeden Fall nicht bei Club-Konzerten und schon gar nicht zuhause im Wohnzimmer.
Sind wir ehrlich: Der Sound der Konzerte an Openairs ist für gar nix. Ich gehe gerne an Konzerte. Aber in geschlossenen Räumen, wo ich den Bass spüre (wie im Party-Zelt eben!) und die Musik richtig hören kann, ohne dass mir laufend Leute ihren Strohhut aufsetzen wollen.

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