Bei diesen 5 Studiengängen sagen wir einfach nur «Häää?!?»

Er so: «Ich studiere Medizin.» Ich so: «Und ich, ich studiere Populäre Kulturen.» Und alle so: «Äh ok.. What the fuck?» Ja, die kleinen und neuen Studienfächer haben es zum Teil nicht so leicht. Wir stellen dir hier 5 exotische Schweizer Studiengänge vor – und sagen dir, was dahinter steckt.

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Bildlegende: Colourbox

1. Populäre Kulturen (Bachelor)

Was? Dich interessiert die gesellschaftliche Bedeutung des Britney Spears Songs «Toxic»? Du willst nicht nur für den Bachelor studieren, sondern auch ein ganzes Fach über die TV-Serie besuchen? Dann bist du hier richtig!

Das Fach «Populäre Kulturen» untersucht «Dimensionen lebensweltlicher Daseinsgestaltung und im Alltag präsenter Literaturen und Medien». Die zwei Vertiefungen «Alltagskulturen» (AK) und «Populäre Literatur und Medien» (PLM) machen einen wesentlichen Bestandteil des Studiums aus.

Wo? Universität Zürich.

Seit wann? Den Studiengang «Populäre Kulturen» gibt es seit 2006. Nach der Bolognareform wurde entstand er aus den zwei zusammengelegten Studiengängen «Volkskunde» und «Europäische Volksliteratur».

Zukünftiges Berufsfeld? Medien, Journalismus, Verlagswesen, Museen, Human Resources, Forschung

Verwandte Studiengänge? Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaften, Ethnologie, Geschichte der Neuzeit

Für wen? Kulturinteressierte Menschen, die sich noch nicht wirklich festlegen möchten.

2. iCompetence (Bachelor)

Was? Nein, wir haben keinen Fehler gemacht. iCompetence ist kein Apple-Produkt, sondern wirklich ein Studiengang. Er ist mit dem Fach Informatik verwandt und blickt über den interdiszplinären Tellerrand hinaus. Er verbindet «Informatik, Design und Management» und lehrt das vernetzte Denken. Die Grundlagenfächer setzen sich aus Mathematik, Informatik, Softwareentwicklung, Gestaltung und Medien, Management, Kommunikation und Gesellschaft zusammen.

Wo studiert man das? Fachhochschule Nordwestschweiz, Windisch.

Seit wann? Seit 2010.

Zukünftiges Berufsfeld? Software-Entwicklung, Produktmanagement, Beratung, Visualisierung, Interface Design

Verwandte Studiengänge? Medieninformatik

Für wen? Für Computerfans mit einer ausgeprägten sozialen, kommunikativen Ader.

3. Life Sciences (Master)

Was? Nope, das ist kein ein philosophischer Studiengang, der sich etwa mit dem Leben und dem Wissen selbst befasst. Unter «Life Sciences» versteht man wissenschaftliche Studiengange, die praktisch in den Alltag einzugliedern sind.

Bei dem «Master of Life Sciences» kann man sich auf fünf Schwerpunkte festlegen. Einer dieser Schwerpunkte ist «Food and Beverage Innovation». Dort widmet man sich der Lebensmittelforschung, dem Qualitätsmanagement oder etwa der Verfahrens- oder Verpackungstechnik. Je nach Spezialisierung eröffnen sich den Studierenden völlig neue Wege.

Wo? Zürcher Hochschule der Angewandten Wissenschaften (ZHAW)

Seit wann? 2007

Zukünftiges Berufsfeld? Medizin, Ernährung, Energie, Nachhaltigkeitsforschung

Verwandte Studiengänge? Lebensmittelwissenschaften, Informatik, Biotechnologie

Für wen? Tüftler. Menschen, die aktiv an Innovationen arbeiten und etwas erfinden wollen.

4. Master in Expressive Arts Conflict Transformation and Peacebuilding (Master)

Was? WAAAAAAS? Bei diesem Master lernt man mittels expressiver Kunstformen Konflikte zu lösen. Der Studiengang ist eine experimentelle Mischung aus Kunst und Psychologie.

Wo? European Graduate School, Saas Fee. Diese Uni ist nicht anerkannt von der Swiss University Conference (= eine Vereinigung der Schweizer Universitäten, ua. verantwortlich für Qualitätssicherung).

Seit wann? 1994.

Zukünftiges Berufsfeld? Konfliktmanagement, Beratung

Verwandte Studiengänge? Psychologie, Kunsttherapie

Für wen? Leute, die gerne in den Bergen studieren wollen und keinen Streit mögen.

5. Gender Studies (Master)

Was? Hier lernen Männer endlich feinfühlig zu werden. Und wir Frauen lernen, wie man ein Auto richtig parkiert. Eben nicht!

Bei «Gender Studies» geht es darum, die Rollenverhältnisse von Mann und Frau in verschiedenen Kulturen zu untersuchen, zu analysieren und sie zu hinterfragen. Unter anderem wird auch untersucht, wie die Rollen der Geschlechter in unterschiedlichen Medien dargestellt werden.

Wo? Universität Basel.

Seit wann? 2001.

Zukünftiges Berufsfeld? Forschung, Gleichstellungspolitik, Antidiskriminierungsstellen, Kultur, Bildung.

Verwandte Studiengänge? Soziologie, Kulturwissenschaften, Literatur.

Für wen? Für Leute, die gängige Gesellschaftsstrukturen hinterfragen und aktiv mitgestalten wollen.

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