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Kompass Erste eigene Wohnung: Diese 8 Dinge solltest du beachten

Immer mehr junge Erwachsene wohnen Mitte 20 noch im Hotel Mama oder in der Pension Papa. Mit diesen Tipps schaffst auch du den Absprung in deinen neuen Lebensabschnitt.

Legende: Audio Kompass: Hotel Mama abspielen. Laufzeit 9:17 Minuten.
9:17 min, aus Junge Popkultur, urbanes Leben vom 08.10.2017.

1. Budgetplanung

Kompass

Nadine Nikkles und Ranja Kamal

In der Sendung «Kompass» beantworten Ranja Kamal und Nadine Nikles die grossen und kleinen Fragen rund um Job, Ausbildung und sonstige Lebensfragen.

Kann ich heute in den Ausgang gehen? Liegt ein Mittagessen mit der besten Freundin drin? Und was ist eigentlich mit den Ferien, die ich im Winter geplant habe? Die Budgetplanung gibt dir eine ehrliche Antwort. Denn beim Auszug aus dem Elternhaus kommen mehr Kosten auf dich zu, als du zunächst denkst. Und wir wollen ja nicht, dass du dich Ende Monat nur noch von Wasser und Brot ernähren musst. Hier, Link öffnet in einem neuen Fenster findest du deshalb eine gute Vorlage für deine Budgetaufstellung. Damit du auch siehst, wie viel deine Wohnung überhaupt kosten darf.

2. Mehr Zweck als Luxus

Ja, eine Attika-Wohnung mit toller Aussicht ist in der Tat sehr nice. Aber jetzt mal ehrlich: Die erste eigene Wohnung ist meistens eher Zweck als Luxus. Echt jetzt. Statt Designerschrank muss oft erst der ausgediente Bauernschrank der Grossmutter herhalten. Es wäre reine Geldverschwendung, dir eine passgenaue Zimmmereinrichtung zu kaufen, wenn du in zwei Jahren sowieso wieder aus dieser Bruchbude ausziehst.

3. Erzähle es allen

Rede mit Freunden und Bekannten über deinen Wunsch, auszuziehen. Denn viele Wohnungen gehen unter der Hand weg. Alternativ zu den grossen Wohnunssuche-Plattformen gibt es auch noch kleinere Anbieter wie zum Beispiel Naloo’s Immomailing oder Ron Orp – da hat man meist bessere Chancen eine bezahlbare Wohnung zu finden. Generell gilt: Die Wohnungsmiete pro Monat sollte nicht mehr als ein Drittel des monatlichen Nettoeinkommens betragen!

4. Versichere dein Inventar

Du bist noch nicht einmal richtig eingezogen und schon geht die schöne Vase deiner Mutter in die Brüche, die dir eben noch ein Heimatgefühl beschert hat. Den ideellen Wert wirst du sicherlich nicht ersetzt bekommen, zumindest aber den materiellen. Schliesse also sobald als möglich eine Hausrats- und Haftpflichtversicherung ab, denn diese schützt dich bei Naturereignissen (Feuer, Sturm, Hagel, Wasser), Einbruch-Diebstahl, Vandalismus und eigener Unachtsamkeit. Vergleiche im Voraus mit einer festgelegten Versicherungssumme schon einmal die verschiedenen Angebote und hole verschiedene Offerten ein.

5. Freunde dich mit deinen Nachbarn an

Schon der Individualpsychologe Alfred Adler hat erkannt, dass das Gemeinschaftsgefühl zentraler Bestandteil für das Wohlbefinden eines Menschen ist. Mach dich also nicht zum Anonymus und freunde dich mit deinen Nachbarn an. Jaaaa, auch wenn sie aussehen wie Frankenstein. Meistens sind die nämlich viel netter als die Schreckensgespenster deiner eigenen Fantasie und freuen sich über sympathischen Hauszuwachs. Zudem kann es dir gerade in der Anfangsphase eine Art Sicherheitsgefühl vermitteln, wenn du weisst, dass zwei Meter neben dir jemand wohnt, der dir wohl gesinnt ist und im Notfall zum Handeln bereit wäre. Vertraust du der Person zu 100%, dann gib ihr doch den Zweitschlüssel deiner Wohnung.

6. Probier dich aus, werde Hobbykoch

Das Elternhaus ist Geschichte und somit auch die leckeren, vorgekochten Speisen. Ab jetzt bist du der Chef – im deutschen als auch im englischen Sinne. Überlege dir schon anfangs Woche, was du wann essen möchtest. Schwing doch auch mal den Kochlöffel und probier ein neues Rezept aus. Nach den ersten (Miss)-erfolgen (es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen) macht es immer mehr Spass und schont auch dein Portemonnaie. Und: mach zuerst einen Grosseinkauf für einen allgemeinen Lebensmittelvorrat, der lange haltbar ist (Zucker, Ketchup, Mayo Tomatenkonserven, Gewürze), damit du nicht bei jedem Kochrezept zur nächsten Tankstelle rennen musst.

7. Komm unter Menschen, suche dir ein Hobby

Egal ob du in einer Grossfamilie oder als Einzelkind aufgewachsen bist, die ersten Tage und Wochen im eigenen Zuhause können einsam sein. Jetzt ist deine Zeit, was wolltest du schon immer mal machen, lernen oder ausprobieren? Trete einem Sportverein bei, nimm an einem Kochkurs teil oder lerne die Kunst des Origami in der Nachbargemeinde. Völlig egal was. Aber komm in Kontakt mit Menschen, damit du dich in deiner Gemeinde möglichst schnell Zuhause fühlen kannst. Wenn du das Einsamkeitsgefühl auch nach einem Jahr noch nicht erträgst, dann könntest du alternativ auch in eine Wohngemeinschaft ziehen. Ein Trend, der auch unter Erwachsenen wieder viel verbreiteter ist.

8. Vergiss die Bekanntgabe der Adressänderung nicht

Nebst deinen Freunden und Bekannten musst du auch offizielle Stellen schriftlich über deine Adressänderung informieren. Hier eine kleine Auflistung: Banken, Gemeinde (Anmeldung am neuen Wohnort innert zwei Wochen!), Elekrizitätswerk, Krankenversicherung, Swisscom oder andere Telekomunikationsanbieter, Abos (Zeitschriften, Kataloge usw.) und die Post (Postumleitung für ein Jahr beantragen).

1 Kommentar

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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Sind die heutigen 25-jährigen derart unterentwickelt, dass sie solche Tips brauchen? «Versicherung der schönen Vase von Mama»? Sorry - das ist Journalismus unterster Qualität und völlig überflüssig. Von einem 25-jährigen geschrieben, dem Mami und Papi grad geholfen haben zu zügeln und die Einrichtung bezahlten?
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