So sieht das Festival von morgen aus

Die Festivals haben immer mehr Mühe, die ganz grossen Acts zu verpflichten. Darum überlegen sie sich, das Festivalgelände umzugestalten.

Festivals von morgen: Ist ja wie Chilbi.

Bildlegende: Festivals von morgen: Ist ja wie Chilbi. SRF

Die ganz grossen Acts werden immer weniger

Ich finde grosse Bühnen mit grossartigen Bands drauf und einer hammer Lichtshow toll. Das ist einfach ein geiles Gefühl. Aber noch viel mehr ich mag die kleineren Bühnen, mit eher unbekannten Acts zum Entdecken. Von diesen kleinen, feinen Bühnen wird es an den grossen Schweizer Festivals wohl mehr geben.

Die Gagen der Bands sind ins ruinöse gestiegen und die Festivals können oder wollen sich die grossen Headliner oft nicht leisten. Thomas Dürr vom Greenfield Festival ist es dieses Jahr so gegangen.

«  Wir haben auf Headliner verzichtet. »

Thomas Dürr
Greenfield Festival

Ich habe mit den Machern vom Openair Frauenfeld und vom Openair St. Gallen geredet. Sie haben mit den ähnlichen Problemen zu kämpfen wie das Greenfield Festival.

Weniger grosse Bühnen

Ich habe mich gefragt: Wozu braucht es denn noch die ganz grossen Bühnen, wenn sich die grossen Festivals immer weniger Headliner leisten? Und tätsächlich überlegen sich die Macher Alternativen:

«  Wir überlegen uns, das Programm auf der Hauptbühne später zu starten und dafür auf kleinen Bühnen mehr Nachwuchsbands zu zeigen. »

Joachim Bodmer
Openair Frauenfeld

«  Viele Besucher kommen wegen den kleineren Konzerten, wegen den neuen Acts. Wir überlegen uns, das Programm auf der Hauptbühne abzubauen.  »

Christof Huber
Openair St. Gallen

Ganz auf die grossen Bühnen zu verzichten ist keine Option. Da bin ich auch froh drum. Denn sich der Himmel langsam verdunkelt und Tausende Fans zum Sound abgehen, dann kommt richtig Festivalfeeling auf.

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