Die 10 besten Kriegsfilme und -serien dieses Jahrhunderts

Die epische Schlacht in «Dunkirk» – ab sofort im Kino – hat uns dazu inspiriert, wieder einmal unser DVD- und Blu-Ray-Regal nach verwandtem Material zu durchforsten. Wir präsentieren unsere Auswahl der besten Kriegsfilme und -serien seit 2000:

«Band of Brothers» (2001)

Der Krieg: der Zweite Weltkrieg

Um das geht's: Anstatt damit bis zum Schluss zu warten, kommt das Beste an den Anfang dieser Liste. Die zehnteilige HBO-Miniserie erzählt die Geschichte eines Bataillons des US-Militärs im 2. Weltkrieg und gehört selbst beim grössten Pazifisten in die Must-See-List.

Mögliche Trinkspiel-Idee: Bei jedem Schauspieler, den man aus der Besetzung erkennt, einen Schluck nehmen.

«Black Hawk Down» (2001)

Der Krieg: der Somalische Bürgerkrieg, 1993

Um das geht's: Nach einer Dürreperiode entdeckte Hollywood Ende der 90er-Jahre mit Filmen wie «Saving Private Ryan» und «The Thin Red Line» das Genre «Kriegsfilm» wieder neu. «Black Hawk Down», ein Film über die «Schlacht von Mogadischu», ist ein sehenswertes Filmspektakel, bei dem vor allem die Action im Vordergrund steht.

«Der Untergang» (2004)

Der Krieg: der Zweite Weltkrieg

Um das geht's: Noch heute stellt sich die Frage, ob und inwiefern Adolf Hitler ein derart detailliertes Portrait wie dasjenige von Schauspieler Bruno Ganz überhaupt verdient hat. Der Film von Oliver Hirschbiegel ist eine beklemmende Einsicht in die letzten Tage eines Monsters.

«The Hurt Locker» (2008)

Der Krieg: der Irakkrieg

Um das geht's: Mit «The Hurt Locker», einem Thriller rund um ein im Irak stationiertes Bombenräumkommando, konnte Regisseurin Kathryn Bigelow als erste Frau überhaupt den Oscar für die beste Regie gewinnen. Ein unglaublich fesselnder Film.

«Waltz With Bashir» (2008)

Der Krieg: der Libanonkrieg, 1982

Um das geht's: Regisseur Ari Folman reflektiert über seine persönlichen Erlebnisse im ersten Libanonkrieg in der ungewohnten Form eines animierten Dokumentarfilms. Ein gewagtes Vorhaben, dass sich allerdings voll auszahlen sollte. Eine aufwühlende und emotionale Aufarbeitung von Kriegserinnerungen.

«Generation Kill» (2008)

Der Krieg: der Irakkrieg

Um das geht's: Der Beginn des Irakkriegs dürfte vor allem wegen der Rolle der Medien in Erinnerung bleiben – die Bilder von den mitten in Bagdad stationierten Reportern und die ersten Bombeneinschläge im Hintergrund sind bis heute präsent.

«Rolling Stone»-Journalist Evan Wright war ebenfalls mittendrin: seine Eindrücke als Teil eines Bataillons der US-Marines schilderte er in einem Buch, das hier in einer siebenteiligen Miniserie mit «The Wire»-Autor David Simon im Hintergrund verfilmt wurde.

«Das Weisse Band» (2009)

Der Krieg: der Erste Weltkrieg

Um das geht's: Ob Michael Hanekes Meisterwerk von 2009 wirklich ein Kriegsfilm ist, darüber lässt sich hier streiten. Schliesslich spielt der Film wenige Tage vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, fernab von jedem Schlachtfeld. Auf Action und Gemetzel wird hier zwar verzichtet, in den Köpfen der Bewohner eines kleinen Dorfes ist der anstehende Krieg trotzdem allgegenwärtig.

«Inglourious Basterds» (2009)

Der Krieg: der Zweite Weltkrieg

Um das geht's: Kriege sind nicht lustig. Der Zweite Weltkrieg erst recht nicht. Trotzdem hat es Regisseur Quentin Tarantino in seinem – Achtung, gewagte Aussage – besten Film irgendwie geschafft, den Zweiten Weltkrieg auch von einer leicht humoristischen Seite zu zeigen. Und dazwischen gibt es noch drei der spannungsvollsten Kinoszenen der letzten fünfzehn Jahre (Stichwort: Strudel. Stichwort: Taverne).

«Mandariinid» («Tangerines») (2013)

Der Krieg: der Georgisch-Abchasische Krieg, 1992

Um das geht's: Ein tiefes Charakterdrama mit einem Krieg als Background, von dem ein Grossteil in Westeuropa wohl nicht einmal weiss, dass er überhaupt stattgefunden hat.

«Son of Saul» (2015)

Der Krieg: der Zweite Weltkrieg

Um das geht's: Kriegsfilme neigen dazu, den Krieg zu glorifizieren. Auch, weil sie meistens aus der Sicht der «heldenhaften» Gewinner erzählt werden. «Son of Saul» macht das Gegenteil. Schonungslos und erschreckend nüchtern erzählt der zurecht Oscar-prämierte Film vom Alltag in einem Konzentrationslager. Wahnsinnig eindrücklich. Zu unserer Filmkritik.