Diese TV-Serien-Highlights erwarten uns im ersten Halbjahr 2016

Das Serienjahr 2015 war eines der besten aller Zeiten. Halt dich fest: 2016 verspricht NOCH verrückter und NOCH besser zu werden. Ein Blick auf die neuen TV-Serien, die für die ersten sechs Monate von 2016 angekündigt wurden, verursacht bei jedem Serienjunkie garantiert Herzrasen.

Sergeant Brody. is. back! (Oder für etwas leicht ältere Serienjunkies: Major Winters. is. back!) Für einmal ist Damian Lewis allerdings kein Soldat sondern stinkreicher Börsenguru, der sein Vermögen auch dem einen oder anderen nicht-ganz-so-sauberen Geschäft verdankt.

Jetzt bekommt er allerdings einen argen Widersacher: Staatsanwalt Paul Giamatti, der den (vielleicht) illegalen Machenschaften von Damian Lewis auf die Schliche kommen möchte. Die erste Folge gibt's bereits im Internet. Wird gut.

Gibt's eigentlich irgendjemanden, der die «Nackte Kanone»-Trilogie nicht mag? Eben. «Angie Tribeca» scheint der geistige Nachfolger jener Blödel-Polizeiserie zu werden. In der Hauptrolle: Rashida Jones. Die Idee zur Serie kommt übrigens von Steve Carell.

Die «Hangover»-Trilogie hat Zach Galifianakis zum Weltstar gemacht. Galifianakis ist während seiner Karriere immer durch Weirdo-Comedy aufgefallen, bei der man nicht so genau weiss, ob man da jetzt lachen oder weinen soll. Passt also wunderbar, dass er in seiner neuen Comedyserie einen Clown mit Midlife-Crisis spielt.

Die erste Folge der Serie hat Galifianakis übrigens zusammen mit Louis C.K. geschrieben. Hervorragende Voraussetzungen also.

Shawn Ryan ist Autor von zwei der besten Serien aller Zeiten: «The Shield» und «Terriers». Seine neue Serie «Mad Dogs» ist ein Remake einer UK-Serie: Fünf Jugendfreunde machen ein Partyweekend in einer Villa. Dann plötzlich taucht einer der fünf Freunde tot im Pool auf...

Besonders vielversprechend: Die Besetzung. Mit dabei u.a.: Michael Imperioli a.k.a. Christopher von den Sopranos und Billy Zane a.k.a. das Phantom.

Ähhhhmmm... eine neue HBO-Serie mit dem Namen «Vinyl», die das Musikbusiness der 1970er-Jahre porträtiert, mit Martin Scorsese als Regisseur der Pilotfolge, ganz viel Kokain (siehe Trailer), und Olivia Wilde in einer der Hauptrollen? Noch Fragen?

«11.22.63» basiert auf einem Buch von Stephen King. Die Story: Ein Lehrer reist zurück in die Zeit und muss das Attentat auf JFK verhindern. In der Hauptrolle: James Franco. Hell Yeah!

Judd Apatow ist eine der prägendsten Mainstream-Comedy-Figuren der letzten 15 Jahre. Die Liste von Schauspielern, deren Karriere er als Regisseur von Filmen wie «The 40-Year-Old Virgin» oder «Knocked Up» und als Macher hinter TV-Serien wie «Freaks and Geeks» und «Girls» lanciert hat, ist unendlich lang: Seth Rogen, James Franco, Steve Carell, Jason Segel, Paul Rudd, und und und.

«Love» ist Apatows neustes Projekt. In dieser brandneuen Netflix-Serie beleuchtet Rudd einmal mehr das Dating-Leben von Mitdreissigern. Mit dabei: Die bezaubernde Gillian Jacobs, die man auch schon aus «Community» kennt.

Jesse Pinkman von Breaking Bad is back! Dieses Mal kocht Aaron Paul jedoch kein Meth, sondern befindet sich mit seiner Frau (gespielt von Michelle Monaghan, bekannt aus «True Detective» Season 1) in den Fängen einer Sekte. Der Anführer der Sekte wird übrigens von Hugh Dancy (a.k.a. Will Graham aus «Hannibal») gespielt.

«The Night Manager» oder auch: Loki vs. Dr. House. Diese neue BBC-Miniserie basiert auf einen Buch von Spionagethriller-Gott John Le Carré (Autor von solch illustren Werken wie «Tinker Tailor Soldier Spy» oder «A Most Wanted Man») und Regie führte die dänische Regisseurin Susanne Bier. Thema der Serie: Eine Undercover-Mission, in welcher die Crew eines Waffenhändlern infiltriert wird. Kann ja nur gut gehen.

Die HBO-Serie «Westworld» scheint schon seit Ewigkeiten in Produktion zu sein, das Startdatum wurde immer wieder verschoben. Normalerweise ein ziemlich schlechtes Vorzeichen. Die Besetzung dieser Serie sieht allerdings so verdammt crazy aus (Anthony Hopkins! Ed Harris! James Marsden!), dass man sich dennoch Hoffnungen machen darf. Und der kurze Teaser-Trailer sieht ja auch ziemlich ordentlich aus... Wenn eine Serie das nächste «Game of Thrones» wird, dann diese hier.

(Werfen wir noch kurz einen Blick auf den Vertrag, den die Statisten von «Westworld» unterschreiben mussten: «Background players must agree to participate in "graphic sexual situations”, including “genital-to-genital touching” and posing “on all fours while others who are fully nude ride on your back”.» Äh, okay?)

Die nächste Comicverfilmung: Seth Rogen (der Schauspieler) und sein Regie-Buddy Evan Goldberg («Superbad», «Pineapple Express») versuchen sich am Kult-Comic «Preacher».

Produziert wird die Serie vom gleichen Sender, der uns auch schon «The Walking Dead» untergejubelt hat. Wenn es also den richtigen Ort für «Preacher» gibt, dann dieser.

«The Get Down» spielt im New York der späten 70er. Also genau dann, als Hip-Hop und Disco gross wurden. Dir ist «Empire» in der zweiten Staffel zu absurd und zu crazy geworden? Dann springt Baz Luhrmann (der Mann hinter «Romeo + Juliet» und «Moulin Rouge!») mit einem neuen Hip-Hop-Drama in die Bresche.

Das definitive Startdatum der Serie steht noch nicht fest, Netflix hat die Serie jedoch für diesen Sommer angekündigt.

Apropos Netflix-Sommer! «The Crown» chronologisiert und dramatisiert die letzten 70 Jahre des englischen Königshauses und des britischen Parlaments. Queen Elizabeth, Prinz Philip, Winston Churchill: alle sind sie mit dabei.

Noch eine Serie mit einem Cast, der dir feuchte Hände verursacht. Diese neue englische Miniserie «The Young Pope» darf sich mit Namen wie Jude Law (in der Hautprolle), James Cromwell (kurz googeln: Ah, der hier!) oder Diane Keaton brüsten.

Das grösste Qualitätsmerkmal dieser Miniserie steht jedoch hinter der Kamera: «Youth» und «La grande bellezza»-Regisseur Paolo Sorrentino. Der oscarprämierte Charakterkopf aus Italien setzt seinem Heimatland also einmal mehr ein filmisches Denkmal - dieses Mal einfach als (Mini-)serie.