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The Nevers
Legende: Die Alpha-Frauen von «The Nevers»: Amalia True (Laura Donnelly) und Penance Adair (Ann Skelly) HBO
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Serientipp Nein, «The Nevers» ist nicht das nächste «Game of Thrones»...

...aber dafür eine Mischung aus «Downton Abbey», «Bridgerton» und «X-Men» – und genau darum eines der wenigen Highlights in einem bisher doch eher höhepunktarmen Serienjahr. Die Produktion aus dem traditionsreichen Hause HBO startet bei uns am 12. April auf dem Streamingdienst «Sky Show».

Reden wir zuerst über den grossen, rosafarbenen Elefanten, der im Raum steht: Ja, «The Nevers» basiert auf einer Idee von Joss Whedon. Der Schöpfer von Serien wie «Buffy» und Regisseur von Filmen wie «The Avengers» oder «Avengers: Age of Ultron» wurde jedoch unlängst von mehreren Schauspieler*innen des unlauteren Verhaltens am Filmset bezichtigt.

Letzten November hat Whedon folglich den Showrunner-Posten geräumt. Neu hält die britische Drehbuchautorin Philippa Goslett die Zügel der Serie in der Hand. Im Marketingauftritt der Serie wird Whedons Beteiligung übrigens mit keiner Silbe erwähnt, obwohl doch immerhin drei der sechs abgedrehten Folgen aus seiner Feder stammen.

So, und nachdem wir das besprochen hätten, geht's nun ums Eingemachte: Um «The Nevers», den nächsten Versuch von US-Seriengigant HBO die riesige Lücke zu füllen, welche «Game of Thrones» vor fast genau zwei Jahren hinterlassen hat.

«The Nevers»: Wo schauen?

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«The Nevers» startet am 12. April auf dem Streamingdienst «Sky Show». Jeden Monat kommt eine neue Folge. Da die Dreharbeiten aufgrund der COVID-Pandemie auf Eis gelegt wurden, umfasst die erste Staffel vorerst nur sechs Folgen. Vier weitere Episoden sollen später im Jahr folgen.

Prognose: Das dürfte «The Nevers» nicht gelingen. Denn die vielen SciFi-Elemente der Serie dürften für die eine oder den anderen eine zu grosse Hürde sein.

Das Zeug zum Kulthit, von welchem eine eingefleischte Fangemeinde noch Jahrzehnte später schwärmen wird, hat die Serie aber schon jetzt. So wie die meisten Projekte aus der Feder von – jetzt erwähnen wir ihn doch nochmals – Joss Whedon.

Ein Cast zum Verlieben

Die Ausgangslage von «The Nevers» ist rasch erklärt: Wir befinden uns im London, am Ende des 19. Jahrhunderts. Nach einem «Zwischenfall», der am Ende der Pilotfolge genauer erläutert wird, entwickeln verschiedene Bewohner der Stadt – in erster Linie Frauen, aber nicht ausschliesslich – mysteriöse «Kräfte».

Ganz im Stile der «X-Men» gibt's jede Superkraft allerdings nur ein einziges Mal: So haben wir eine Protagonistin, die in die Zukunft sehen kann, während wiederum andere jede Sprache der Welt beherrschen, Dinge in Eis verwandeln, Feuerbälle aus der Hand schiessen können, und so weiter. Das klassische Superkräfte-Bingo eben.

Und wie immer, wo es von Menschen mit Superkräften nur so wimmelt, gibt es auch Bösewichte, die sich deren Kräfte zu Nutze machen wollen. Damit dies nicht passiert, gründet Amalia True (leidenschaftlich gespielt von Laura Donnelly – und nicht etwa von Krysten Ritter, obwohl Ähnlichkeiten nicht von der Hand zu weisen sind) einen Zufluchtsort für Menschen mit besonderen «Begabungen».

HBO
Legende: Das Eye-Candy kommt in Form von James Norton («Happy Valley», «Little Women»), der den frivolen Hugo Swan spielt. HBO

Das ist zwar alles nichts Neues, ja, und trotzdem kommt die Serie – zumindest in den ersten vier Episoden, die uns zur Verfügung standen – mit dermassen viel Charme daher, dass man gleich von der ersten Minute an total in ihren Bann gezogen wird.

In erster Linie liegt das am überzeugenden Ensemble – allen voran die irische Newcomerin Ann Skelly – welches am Buffet bei «Enthusiasmus», «Leidenschaft» und «Temperament» besonders viel geschöpft hat. «The Nevers» strotzt nur so von reichen und vielschichtigen Frauenrollen, die – im Gegensatz zu anderen Serien und Filmen – hier nicht Beigemüse, sondern voll und ganz Mittelpunkt sind.

Und weil die Serie während der Viktorianischen Ära spielt, kommen auch Fans von üppigen Kostümen, aufwendigen Kleidern und grossen britischen Landhäusern voll und ganz auf ihre Kosten.

8 von 10 Punkten.

HBO
Legende: Auch «Supergrösse» kann eine Superkraft sein. HBO

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