Diese Tracks haben uns den Dezember versüsst

Der Dezember hatte nicht nur Guetzli, Schokolade und «Grättimänner» zu bieten, sondern auch unglaublich viele neue gute Musik. Wir servieren dir unsere vier absoluten Highlights nochmals auf dem Silbertablett.

Sound für deine Löffel

Bildlegende: Sound auf deine Löffel: So gut war der Dezember SRF

Unser Musikredaktor Danilo Bavier stellt dir seine vier absoluten Musik-Highlights aus dem Dezember vor und sagt dir, warum du mindestens die (!) hören solltest.

Du willst alle unsere neuen Babies aus dem Dezember? Findest du hier in unserer Spotify-Playlist.

Aus einem Dancehall-Hit wird eine Melancholie-Bombe in karibischen Kleid: Jaakko Eino Kalevi ist ein Finne (und ein ehemaliger Trämlifahrer), der gemeinsam mit der Norwegischen Newcomer-Sängerin Farao den Song «Everything Nice» von Popcaan gecovert hat:

«Covers sind immer etwas schwierig», findet Danilo Bavier. Für ihn gibt es nur drei Möglichkeiten:

  1. Sie werden so richtig schlecht
  2. Sie klingen so sehr nach dem Original, dass das Cover eh keine Sau interessiert
  3. Es entsteht quasi ein neuer Song, weil sich der Künstler sehr stark einbringt

«Natürlich ist Variante drei am Besten», ergänzt Danilo und nimmt hierfür «Everything Nice» als Beispiel:

«  Diese Melancholie, diese 80er-Porno-Orgel und allgemein diese Überraschung - so gut habe ich das Cover nun wirklich nicht erwartet! »

Grossbritannien - das Land der vielen neuen, guten und innovativen Rapper. Der Haken: «All diese Rapper sind eigentlich wie Supernovas direkt immer wieder verglüht», erklärt Danilo das schnelle Aussterben der Rap-Talente. Dank dem jungen Newcomer Loyle Carner gibt es aber wieder Hoffnung:

«  Er ist 21 Jahre alt, hat einen Easy-Rapstil und seine Beats erinnern an die goldigen Zeiten von A Tribe Called Quest oder Guru's Jazzmatazz. »

Ob er auch ausserhalb der Insel Erfolg haben wird, wird sich zeigen. Immerhin hat er es bereits auf die BBC-Liste «Sound Of 2016» geschafft hat. Wenn das mal kein gutes Omen ist.

Danilo ist mehr als nur begeistert von «We Dance Again»: «Black Coffee und Nakhane Toure haben zusammen einen Track rausgehauen, der mich fast aus den Socken haute!»

Black Coffee ist ein mehrfach ausgezeichneter südafrikanischer DJ und Produzent und Nakhane Toure ist ein südafrinischer Darkpop Sänger. Zusammen seien sie die perfekte Symbiose:

«Auf der einen Seite Black Coffe mit seinem düsteren House- und Electrobeat und auf der anderen Seite Nakhane Toure mit seiner warmen, souligen Stimme. Der Song hat so viel Spannung drin, ist so etwas von unverwechselbar und man hat das Gefühl, man hätte ihn schon viel früher hören wollen.» Einziger Kritikpunkt:

«  Ich kann nicht verstehen, dass die beiden nicht schon früher zusammen gearbeitet haben! »
«  New York, London oder L.A. – wenn du «I Will» hörst, dann bist du dir sicher, dass der Künstler aus einer dieser Städte kommen muss. »

Falsch geraten, Pablo Nouvelle ist aus Bern! Mit seinem Futuresoul sowie dem elektronischen und melancholischen Pop hat es der Schweizer schon weit über die Landesgrenzen hinaus geschafft.

«Von Anfang an hat man gemerkt, dass Pablo Nouvelle einmal ganz gross wird - und er ist auf dem besten Weg dorthin.» Am 22. Januar folgt das neue Album «All I Need», inklusive unserem Liebling «I Will».