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Songs & Alben Endlich mal wieder eine Band, vor der man Angst haben darf

Pop. 1280 aus New York machen Musik, die sogar der verstorbene Joy Division-Frontmann Ian Curtis zu deprimierend finden würde. Wir haben in ihr neues Album «Paradise» reingehört.

Pop. 1280
Legende: Und jetzt: Alle mal lächeln! Cheeeeeeese... Sacred Bones

Kurze Frage: Können Bands im Zeitalter des Internets eigentlich noch wirkungsvoll Angst und Schrecken verbreiten?

Nehmen wir mal Sunn O(((, Link öffnet in einem neuen Fenster, die wohl metalligste aller Metalbands als Beispiel: Männer in Kutten also, die umhüllt von Rauch über dröhnendes Gegrummel kreischen, Link öffnet in einem neuen Fenster. Theoretisch verdammt unheimlich, ja.

Sobald wir dieselbe Band aber in den Kontext ihrer Internetpräsenz setzen, uns durch ihr verifiziertes™© Facebook-Profil klicken oder ihre Interviews lesen, Link öffnet in einem neuen Fenster - schliesslich müssen neue Alben ja irgendwie beworben werden - wirkt das irgendwie überhaupt nicht mehr sooo gefährlich.

Düster, düsterer, Pop. 1280

Nächster Versuch: Ja, auch Pop. 1280, Link öffnet in einem neuen Fenster aus New York geben Interviews. Auf ihrem Instagram-Account, Link öffnet in einem neuen Fenster gibt es sogar das eine oder andere Bild, auf denen die Band lachend zu sehen ist.

Wer jetzt aber die Tabs seines Internetbrowser sofort schliesst und sich ohne Vorbereitung an ein Konzert von Pop. 1280 bewegt, darf sich auf eine kurze Gruselrunde einstellen. Live sind die vier New Yorker nämlich ein echtes Erlebnis.

Ohrenbetäubendes Synthie- und Gitarrengewitter und dazu Sänger Chris Bug, der auf der Bühne herumtigert und den Eindruck macht, als ob er jederzeit faustvoran ins Publikum springen könnte. Schon scary, jawohl.

Ab Freitag erhältlich: Das neue Album «Paradise»

Und wie sieht es auf Platte aus? Nun, auch auf ihrem dritten Album «Paradise» präsentieren uns die vier New Yorker - übrigens benannt nach einem Krimi, Link öffnet in einem neuen Fenster von Autor Jim Thompson - wieder düsteren und noisigen Post-Punk, der die eigenen vier Wände zuhause zum Zittern bringen wird.

Das erinnert an A Place To Bury Strangers, Link öffnet in einem neuen Fenster oder Nick Caves frühere Band The Birthday Party, Link öffnet in einem neuen Fenster und eignet sich für kalte Wintertage. , Link öffnet in einem neuen Fenster Stellt sich abschliessend also nur noch eine Frage: Warum zum Teufel heisst das Album «Paradise»?

Vorausgesetzt, das «Paradise» befindet sich in Wirklichkeit nicht im fünften Kellergeschoss, ist das nämlich der kreuzfalsche Titel für dieses Album. Naja, wenigstens hat dieses lustige Video dabei herausgeschaut:

«Brätsch!»

Richtig harte Musik im Radio: Jeden Montag um 17 Uhr heisst es bei Virus «Brätsch!».

1 Kommentar

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