Franz Ferdinand & Sparks machen gemeinsam Sache: Was taugt's?

FFS ist nicht das italienische Kürzel für die SBB und steht auch nicht für «Friede, Freude, Spargelkuchen», sondern für die Band-Kombo Franz Ferdinand und Sparks. Bei dieser Ankündigung haben wir Grosses erwartet. Leider...

6 Männer, einer mit Hut

Bildlegende: FFS Wenn Franz Ferdinand auf die Sparks treffen Facebook

Bei dieser Supergroup haben wir ein «BOOM» erwartet

Zwei Bands, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Da Franz Ferdinand - immer lässig mit Holzfällerhemd, dort Sparks - immer wie aus dem Ei gepellt. Hier die jungen Schotten, da die alten Hasen aus L.A. Dass die beiden Bands auch noch sagten, «man wolle es reifen lassen und den richtigen Moment für eine Platte abwarten - ohne Druck», liess unsere Vorfreude noch einmal steigen. Dazu die Ankündigung von Franz-Ferdinand-Sänger Alex:

«  Unsere Motivation war es, wirklich etwas Neues zu kreieren. »

Und dann hat's nicht «BOOM» gemacht

Wirklich Neues finden wir auf «FFS» nicht. Der erwartete Boom blieb aus. Die Platte ist ein tolles Popalbum. Für Sparks-Fans dürften die Lyrics erstaunen - waren Sparks-Platten vor allem für die Texte geliebt. Bei FFS schwingen aber Franz Ferdinand die Feder.

Songs wie «Piss Off» erinnern stellenweise an Queen, «Dictator’s Son» könnte schlicht ein neuer Franz-Ferdinand-Song sein und mit «Little Guy From The Suburbs» gibt es sogar ein Singer/Songwriter-Stück.

Trotzdem finde ich, dass «FFS» eine hübsche Platte ist, die vor allem Fans der beiden Bands gefallen wird. Ausgebrochen aus dem Gewohnten, Neues gewagt oder Grenzen gesprengt haben FFS nämlich nicht.

Warum also diese Supergroup, wenn doch nix Neues entsteht?

Laut Kapranos lag der erste Impuls bei Franz Ferdinand: Gleich nachdem er zum ersten Mal Songs der Pop/Electro-Band Sparks gehört hatte, brachte er seine Band dazu, bei Franz-Ferdinand-Konzerten ein paar Sparks-Songs zu covern.

Sparks haben das mitgekriegt und die Schotten auf ein Glas Wein eingeladen. Das war vor 14 Jahren. Irgendwann fiel der Satz:

«  Wir sollten mal etwas zusammen unternehmen! »

Russell Mael
Eine Hälfte der Sparks

Schon 2004 schickten Sparks ihre erste Idee - den Song «Piss Off» - nach Schottland. Fünf Jahre später diskutierten die beiden Bands ein weiteres Mal. Und am Freitag wird das erste Kind geboren. Ob die Geschichte der beiden Bands weitergeht? Wir glauben nicht - Wetten dagegen nehmen wir der Kommentarzeile an.