Mad Sox aus Solothurn beweisen, dass Crossover nicht tot ist

Rage Against the Machine oder Clawfinger machten den Crossover in den 90-ern gross. Dieser Musikstil wird mittlerweile als mausetot erachtet. Mad Sox aus Solothurn widersprechen dem. Die vier Jungs machen seit 1992 einfach weiter und haben Erfolg damit!

Im beschaulichen, aber zu wenig beachteten Solothurn (wie berichteten) arbeitete die Band Mad Sox die letzten Monate an ihrem neuen Album «Mr. Lumberjack».

Auf diesem Album kommen Punk-Einflüsse, Metal-Riffs, und Hardcore-Breakdowns zusammen. Und da Sänger Pascal Meister erst seit vier Jahren bei den Mad Sox singt, tauscht er erstmals die gerappten Parts durch normalen Gesang aus. Der Songtitel «M.O.E.F.F.» ist Schweizerdeutsch - ein Möff ist ein Gross-Schnorri. Einer, der sich aufspielt.

Mad Sox sind keine Aufschneider, sie lassen auf der Bühne gern ihren inneren Schweinehund, oder eben den inneren Lumberjack (z.Dt.: Holzfäller) heraus.

Das Highlight: Support von Body Count

Nicht nur neues (und erwartetes) Material der Mad Sox, auch das ausverkaufte Konzert der Crossoverband Body Count in Pratteln diesen Sommer lässt Pascal Meister im Brusston der Überzeugung sagen: «Crossover ist noch nicht tot!»

Okay. Überzeugt. Die Supportshow mit Body Count war ausserdem das absolute Highlight für die vier Mad Sox-Jungs, hat uns Pascal verraten.

«  Ich hab drei Nächte nicht geschlafen! Ich war so nervös, unsere Vorbilder zu supporten! »

Body Count sind Mitbegründer des Crossovers. 1989 hat Rapper Ice-T alte Schulkameraden zusammengetrommelt, um mal etwas Neues auszuprobieren. Seine Mission: Hip Hop und Metal verschmelzen. Es funktionierte. Body Count waren den ganzen Sommer an Metal- und Hip Hop-Festivals und brachten eine Coverversion des Songs «Institutionalized» von Suicidal Tendencies sowie ihr neues Album «Manslaughter» heraus. Da geht was!