Nemo kehrt zurück und verblüfft schon wieder

Mit 16 Jahren schaffte es Jung-Nemo, die CH-Rap-Szene alt aussehen zu lassen. Was dann folgte waren Erwartungen – hohe Erwartungen. Nun meldet sich der Bieler mit neuem Material zurück und überzeugt - auch live bei uns im Studio.

Am 28. Januar 2016 sprengte Nemo unser Studio. Inmitten gestandener Rapper machte sich der bescheidene, glücklich grinsende junge Bieler ans Mikrofon und hinterliess ein landesweites Gefühl der Fassungslosigkeit: Wie bitte kann man denn so jung schon so gut sein?

Sein Video vom Cypher spielte sich zügig in den sechsstelligen Bereich, kaum ein Medium hat sich nicht um das Übertalent geschart und in Begleitung von (Vorbild und jetzt wohl auch Mentor) Leduc ging es dann bald mal in Schale an die «Swiss Music Awards». Der Hype um jung Nemolito war (und ist), berechtigterweise, sehr gross.

Ein Sing-Song-Rapper mit viel Gespür

Gut, mit nationaler Aufmerksamkeit wurde Punkt 1 in der erfolgreichen Musikerkarriere erreicht.

Es warten jetzt nicht nur Rap-Afficionados und Untergrundkenner auf neues Material des Bielers, ihm gehört vor dem Release schon eine viel grössere Bandbreite an Konsumentenaufmerksamkeit als dies bei «normalen» Rappern der Fall ist. Wegen dem Jung-Bonus, sicher, weil er so atemberaubend talentiert ist, sicher, aber eben auch, weil er von Anfang an anders klingt als fast alle Schweizer Rap-Produkte. Fast, weil der Einfluss von Leduc unüberhörbar ist.

Nemo ist ein Sing-Song-Rapper mit viel Gespür für catchige Melodien und wirkt wie ein Vollblutmusiker, der alle Komponenten seiner Musik selber mitzugestalten vermag. Nemo produziert selber Beats und setzt sich gerne auch mal kurzerhand spontan im Studio ans Keyboard und schreibt rasch einen Track (z.B. für Rapper Visu, Dave & LCone auf dem Track «100 uf Schwarz»).

Jetzt muss abgeliefert werden

Und jetzt? Jetzt muss er abliefern. Dass er live richtig gut ist, hat er in zahlreichen Gastauftritten (mit Manillio, oder Lo & Leduc, z.B. am Openair Frauenfeld, oder am eigenen, Festival-eröffnenden Konzert am Royal Arena Festival) bewiesen, jetzt muss ein geiles Produkt her.

Die Chancen dafür stehen gut. Er ist im Hause «Bakara Music» untergekommen, wo erfolgreiche Acts wie Dodo, Steffe la Cheffe, James Gruntz oder eben Lo & Leduc zuhause sind. Die erste Nummer eines bevorstehenden EP-Releases ist jetzt da: «Blockbuster». Und der gibt mir genau was ich erwarte: verspielter Rap, ein wenig Cypher-Attitüde, aber vor allem: viel Melodie und dieses ominöse Attribut «radiotauglichkeit». Wir freuen uns auf mehr!