R.I.P. - Diese Metalheads sind viel zu früh von uns gegangen

Mit Scott Clendenin und A.J. Pero haben uns in den letzten zwei Wochen zwei Musikergrössen bekannter Metalbands verlassen. Von ihnen wird uns kein Riff mehr erreichen. Wir blicken zurück auf die (zu lange) Liste von Metal-Todesfällen.

R.I.P. Scott Clendein (Death) † 24. März 2015

Ja, die Band hiess Death. Und das ist sie auch: tot. Offiziell seit 2001. Damals starb Sänger Chuck Schuldiner an einem Hirntumor. Am 24. März 2015 verstarb jetzt auch Bassist Scott Clendenin mit 48. Auch er hatte mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, war jedoch stets zuversichtlich, dass er es über den Berg schafft.

Eine Tour absagen, ist immer scheisse. Richtig beschissen ist's, wenn man «wegen Todesfall in der Band» die Tour absagen muss. So geschehen bei Adrenaline Mob. A.J. Pero war vor allem als Drummer der 80er-Metalband Twisted Sister bekannt. Er verstarb am 20. März 2015 während der Tour mit seiner zweiten Band Adrenaline Mob. Seine Bankollegen fanden ihn im Tourbus.

Die Todesursache von Slayer-Gitarrist Jeff Hanneman ist einigermassen exotisch und noch immer etwas nebulös. Jeff wurde wahrscheinlich von einer Spinne gebissen, die ihm eine schwere Infektionskrankheit einhandelte. Dazu kam eine viel zu spät erkannte Leberzirrhose - wegen übermässigen Alkoholkonsums.

Vor drei Jahren betrauerte die jüngere Deathcore-Fraktion den Tod von Mitch Lucker, Sänger von Suicide Silence. Lucker hatte einen schweren Motorradunfall und starb an seinen Verletzungen.
Nach langer Stille (achtung Wortwitz-Alarm) verkündeten Suicide Silence ein Jahr später, dass sie ihre Bandgeschichte mit neuem Sänger und neuem Material fortsetzen.

Ronnie James Dio war der Chuck Norris der Metalszene. Er sang bei Black Sabbath, Rainbow, Heaven & Hell und noch vielen anderen Projekten. Nur ein Jahr nach der Diagnose Magenkrebs verstarb er mit 67 Jahren. Du kennst ihn auch als Nicht-Metalfan - durch den Film «Pick of Destiny», in dem Dio auftaucht und mit Jack Black von Tenacious D «Kickapoo» singt.

Du denkst: Wo zum Teufel ist Lemmy Kilmister? Der ist doch auch tot und legendär und Metal und sowieso! Wir schwören: Wir werden nie, nie, nie über den Tod von Lemmy Kilmister von Motörhead schreiben. Der ist nämlich wirklich unsterblich. Bei ihm glauben wir das. Wirklich.

«Brätsch!»

Jeden Montag um 17 Uhr heisst es bei Virus «Brätsch!». Richtig harte Musik im Radio - und hier zum Nachhören.