Royal Headache veröffentlichen ein Album aus dem Jenseits

Die Band, deren neues Album ich hier feiern möchte, gibt es eigentlich gar nicht mehr. Die Garage-Rocker Royal Headache aus Australien haben sich letztes Jahr aufgelöst, nachdem der Sänger ausgestiegen ist. Warum also erscheint jetzt ein neues Album?

Royal Headache

Bildlegende: Royal Headache David Akerman

Drei Jahre arbeiteten Royal Headache aus Sydney am Nachfolger zu ihrem vielumjubelten Debütalbum. Dann kündigt Sänger Shogun in einem Interview letztes Jahr plötzlich an: «I left. I left the band and the band’s over

Hat sich die Band aufgelöst oder doch nicht?

Jetzt, einen Sommer später, kommen wir doch noch in den Genuss eines neuen Royal Headache-Albums: «High» erscheint diesen Freitag. Alles nur ein Scherz also? Hat sich die Band gar nicht aufgelöst? Jein.

Oma

Bildlegende: Da rastet sogar die Oma aus (Siehe Bandshirt) Royal Headache

Die Informationen sind unklar. Im gleichen Interview, in welchem der Sänger seinen Ausstieg aus der Band bekannt gab, kündigte er zugleich an, dass er mit dem Rest der Band trotzdem das zweite Album fertig aufnehmen möchte - und sogar dazu bereit steht, ein paar zusätzliche Konzerte zu spielen.

Gesagt, getan: Im Mai nehmen Royal Headache das Opernhaus in Sydney auseinander (der Gig wird wegen einer Stage Invasion von der Polizei abgebrochen) und zurzeit spielt die Band gerade ein paar Konzerte in den USA. Vielleicht überlegt es sich Shogun ja nochmals...

Ein Album, zu dem ich am liebsten Briefkästen umschubsen würde

«High» ist ein verdammt euphorisiendes Album: 10 Songs werden in nur gerade 28 Minuten abgespult. Da bleibt nicht viel Zeit für unnötigen Schnickschnack oder - brrrrr - «ruhige» Passagen.

Kuchendiagramm zum Album von Royal Headache

Bildlegende: Album-Check «High» von Royal Headache - höchst wissenschaftlich aufgeschlüsselt SRF

Das Gitarrengeschrammel erinnert mich stellenweise an meine Teenagerjahre. Die Band hat ihr Herz definitiv am richtigen Fleck: Ein bisschen Guided By Voices, viel 60ies-Garage Rock, aber auch Fans von den Libertines, The Vaccines, oder alten Hives-Platten werden an diesem Album garantiert ihren Spass haben.

Zu diesem Album steigt man am besten auf sein Skateboard und schubst ein paar Briefkästen in der Nachbarschaft um. (Dumm nur, dass ich weder Skateboard fahren kann noch in einer Gegend wohne, wo es umschubsbare Briefkästen gibt.)