Ty Segall beweist, dass Gitarrenrock niemals ausstirbt

Klassischer Gitarrenrock befindet sich zurzeit auf der Liste der bedrohten Musikarten. Aber hey, egal wie marginalisiert diese Sparte momentan auch ist, aussterben wird sie nie. Der kalifornische Gitarrenheld Ty Segall ist das schönste Beispiel dafür.

Ty Segall

Bildlegende: Get a room, you two! Denee Petracek

Ty Segall veröffentlicht gerne neue Musik.

Kurzer Überblick: 2008 bringt der kalifornische Gitarrero, dessen Sound gleichermassen zwischen Black Lips, Glam-Rock-Bowie und den Beatles herumtingelt, sein erstes Album raus. Seither sind ganze 12 (!) Alben und unzählige Nebenreleases hinzugekommen. Das macht summa summarum also mehr als ein Album pro Jahr. Wow.

Doch wer einen dermassen üppigen Output hat, der veröffentlicht auch mal den einen oder anderen Track, den er besser im stillen Kämmerchen gelassen hätte.

So gehört zum Beispiel sein soeben erschienenes Album «Emotional Mugger» nicht gerade zu seinen besten Werken. Aber ganz ehrlich: Who cares? Denn a) sein nächstes Album steht höchstwahrscheinlich bereits in der Pipeline und b) hat der Mann so viele krachige Gitarrenhymnen geschrieben, dass wir ihm auch den einen oder anderen Blindgänger voll nicht übel nehmen.

Ty Segall: Der perfekte Soundtrack zum Haareschütteln, Chucks dreckig machen und Bier auf andere Konzertbesucher schüttlen - das hier sind seine 5 besten Songs:

Der Ty Segall-Klassiker. Oder um es mit einem YouTube-Kommentar zu sagen: «This song remains the most kickass garage rock song I've ever heard.» Amen.

Bestes Beispiel für Segalls Veröffentlichungswut: 2012 hat er gleich 3 Alben rausgehauen. Eine ziemlich gelungene Lo-Fi-Krächz-Orgie mit seinem Homie White Fence...

...eine uhueren psychedelisch-wild-rockige Platte namens «Slaughterhouse»...

...und sein bis anhin wohl bestes Album: «Twins»!

Um die Sache noch ein bisschen zusätzlich zu verkomplizieren: 2013 gründet er nochmals eine weitere Band. Als Fuzz veröffentlicht er äusserst Riff-lastige Rockbretter, an denen auch Fans von Wolfmother oder Black Sabbath ihren Spass haben dürften.

«Brätsch!»

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