«Frantic»: Dieses Kartenspiel ist nichts für Hitzköpfe

Alles beginnt 2011 aus einer Notsituation heraus: 3 Freunde machen sich zu einer Wanderung auf und merken unterwegs, dass sie ihre Spielkarten verloren haben. Anstatt den verlorenen Karten nachzutrauern, kreierten die spieleversessenen Jungs einfach kurzerhand ihre Eigenen. «Frantic» war geboren.

Für ihre Spielkarten hielten einfache Französisch-Voci-Lernkärtchen her. Nach dem Wanderwochenende zurück in der Heimat St. Gallen nahmen sie diese wieder hervor.

Es hatte sie gepackt. Die Regeln fürs eigene Spiel wurden jahrelang ausgetüftelt, verworfen, mit verschiedenen Spielern getestet und dutzende Male durchgespielt. Kein Wunder waren die alten, übermalten französischen Spielkarten nach einigen Jahren Arbeit halb zerfleddert. Ein richtiges Design musste her.

Pierre Lippuner hat Frantik designt.

Bildlegende: Pierre Lippuner hat Frantic designt. SRF Virus

So fragten die drei Freunde ihren Grafiker des Vertrauens, Pierre Lippuner, um Hilfe. Ob er ihrem selbstkreierten Game ein hübsches Gewand verpassen wollte? Klar wollte er das!

Das Spiel mit Aggressionspotenzial

Ob bei altbekannten Spielen wie UNO, Tichu oder Ligretto - überall geht's darum, möglichst schnell und als Erster seine Spielkarten loszuwerden.

So auch bei Frantic. Nur: Durch sogenannte Ereigniskarten kann man den anderen Spielern eins auswischen und den Spielverlauf stören, beeinflussen und ordentlich aufmischen. Die aufgedruckte Warnung «May get somebody stabbed» richtet sich augenzwinkernd an Hitzköpfe mit eh schon hohem Blutdruck.

«  Wenn man sich drauf einlässt, kann das Spiel zu grossen Aggressionen führen! »

Tote gab’s zum Glück noch nie. «Aber durch die Schnelligkeit des Spiels kann eine spannende Dynamik entstehen. Das Spiel kann gute und schlechte Beziehungen hervorrufen», schmunzelt Pierre.