«Aus der Nacht» von Cécile Wajsbrot

Das schon rund ein Dutzend subtile Romane umfassende Oeuvre von Cécile Wajsbrot - als Kind polnisch-jüdischer Einwanderer in Paris aufgewachsen - befasst sich immer neu mit den Fragen des Umgangs mit Vergangenheit und Erinnerung, mit Entwurzelung und Migration, wie sie sich nicht nur für die Nachkommen der Überlebenden der Shoah stellen. In «Mémorial» - deutsch «Aus der Nacht» - beschreibt die französische Autorin poetisch eindringlich-elegant und zugleich nachdenklich-elegisch, wie eine Französin zu den polnischen Stätten ihrer Herkunft reist und während des Wartens und Fahrens in intensive innere Dialoge mit den Toten und Schweigenden tritt.

Hans Ulrich Probst hat Cécile Wajsbrot zum Gespräch getroffen, Isabelle Menke liest aus dem Roman vor.