«Lasst mich da raus» von María Sonia Cristoff

Ein kleiner, feiner Roman aus Argentinien erzählt vom anarchistischen Potenzial des Schweigens. «Lasst mich da raus» von María Sonia Cristoff ist ein kluges und brillant geschriebenes Buch über Radikalität im Alltag.

María Sonia Cristoff.
Bildlegende: María Sonia Cristoff. Gabriel Diaz

Die Argentinierin María Sonia Cristoff gilt als Meisterin der Reportage. Nun legt sie einen höchst vergnüglichen Roman vor, in dem sie ihre genaue Beobachtungsgabe mit reichlich Fantasie anreichert. Die erfolgreiche Simultandolmetscherin Mara beschliesst, ein Jahr lang zu schweigen. Sie tritt eine Stelle als Museumswärterin in einer Provinzstadt an, doch als sie zur Assistentin eines geschwätzigen Tierpräparators befördert wird, muss sie zur Sabotage greifen, um ihr Projekt zu retten. Über das Schweigen als Widerstand unterhält sich María Sonia Cristoff mit Ina Boesch.

Buchhinweis:
María Sonia Cristoff. Lasst mich da raus. Aus dem Spanischen von Peter Kultzen. Berenberg Verlag, 2015.

Autor/in: Ina Boesch