Nobelpreisträger Mo Yans Roman «Frösche» – erstmals auf Deutsch

  • Sonntag, 24. Februar 2013, 11:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 24. Februar 2013, 11:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Samstag, 8. Juni 2013, 20:00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Der Roman «Frösche» ist ein Hauptwerk von Mo Yan, Träger des letzten Literaturnobelpreises. Er schildert sechzig Jahre chinesische Geburtenpolitik anhand des Lebens der Hebamme Gugu.

Mo Yan erzählt dramatische Geschichten vom Leben auf dem chinesischen Lande, voller Grausamkeit und Schönheit.
Bildlegende: Mo Yan erzählt dramatische Geschichten vom Leben auf dem chinesischen Lande, voller Grausamkeit und Schönheit. Hanser Verlag

Gugu, chinesisch für Tante, bringt als junge Geburtshelferin in den 50er Jahren wissenschaftliche Methoden ins zurückgebliebene Dorf.

Ihr legendärer Ruf leidet, als sie später gnadenlos die Geburtenkontrolle und die Einkindpolitik durchsetzt. Im kapitalistisch-kommunistischen China der Gegenwart verfolgen sie die «Frösche», die Seelen der abgetriebenen Kinder.

Mo Yan erzählt dramatische Geschichten vom Leben auf dem chinesischen Lande, voller Grausamkeit und Schönheit. Seine Figuren sind temperamentvoll, ihre Schicksale extrem. Dieser Autor nutzt souverän alle Mittel der modernen westlichen wie östlichen Erzählkunst: Weltliteratur!

Die in Zürich lehrende Sinologin Andrea Riemenschnitter kennt Mo Yans Roman schon seit Jahren. Sie präsentiert im Gespräch mit Felix Schneider die erste deutsche Übersetzung des Romans von Martina Hasse, die am 25.2. im Carl Hanser Verlag erscheint.

Autor/in: Felix Schneider