«Zweimal Juni»von Martín Kohan

Hier ist eine neue, gewichtige Stimme aus Südamerika. Der Argentinier Kohan charakterisiert mit der Distanz des Nachgeborenen eindringlich den Terror der Militärdiktatur der 1970er Jahre.

Er entlarvt die Mentalität des moralischen Verfalls und erschütternder Unbedarftheit als Kitt für das damalige menschenverachtende Regime der argentinischen Junta. Der eiskalte Blick eines Rekruten sorgt dafür, dass dieser grossartige Roman unter die Haut geht.