Äpfel essen trotz Apfelallergie

Immer mehr Menschen leiden unter einer Lebensmittelallergie. Etwa ein Viertel reagiert allergisch auf Äpfel. Forscher haben nun herausgefunden, dass alte Apfelsorten mit einem hohen Gehalt des Pflanzenstoffs Polyphenol für Allergiker viel besser verträglich sind.

Apfelbaum mit Früchten
Bildlegende: Die Apfelsorte «Goldparmäne» ist für Allergiker geeignet. Die Sorte wurde anfangs des 16. Jahrhunderts entdeckt. colourbox.com

Die Apfelallergie zählt zu den häufigsten Lebensmittelallergien. Wer unter einer Apfelallergie leidet, reagiert mit Kribbeln und Schwellungen im Mund- und Halsbereich, im schlimmeren Fall mit Atembeschwerden, Juckreiz oder extremer Heiserkeit.

Mit alten Apfelsorten bleiben diese Reaktionen plötzlich häufig aus. Die Schlüsselrolle für diese bessere Verträglichkeit der Traditionssorten ist ihr hoher Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen, den sogenannten Polyphenolen. Diese Farb- und Geschmacksstoffe blockieren die Aufnahme des Apfelallergens. Deshalb können viele Apfelallergiker alte Apfelsorten wie Boskoop, Berlepsch und Goldparmäne auch roh verzehren.

Die alten, polyphenolreichen Apfelsorten schmecken säuerlich. Ausserdem werden sie schneller braun, wenn sie angeschnitten sind. Deshalb wurden neue Sorten gezüchtet, die den Vorlieben der Verbraucher besser entsprechen. Genau diese neuen Sorten jedoch machen den Allergikern das Leben schwer, beziehungsweise das Apfelessen unmöglich.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Christine Schulthess