Algen auf dem Teller: Gesund, aber nicht nachhaltig

Makroalgen sind die grossen Algen, die man auch vom Baden im Meer kennt. Makroalgen kommen bei uns als Umwicklung von Sushi-Rollen oder als Algensalat auf den Teller. Algen haben viel Kalzium, Jod oder Omega-3-Fettsäuren. Von einem Superfood zu sprechen, ist aber übertrieben.

Sushi mit Algen umwickelt und Algengras
Bildlegende: Eine doppelte Portion Algen: Nori-Algen ums Sushi, Wakame im Sushi Colourbox

Algen werden mittlerweile als «Gemüse aus dem Meer» bezeichnet. Klar sind sie gesund. Doch Steffi Schlüchter von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung differenziert: «Algen sind sicher nicht ungesund, aber pauschalisieren lassen sich Lebensmittel nicht, schon gar nicht als Superfood.»

Eine Portion Wakame-Salat, den es mittlerweile auch bei Schweizer Grossverteilern zu kaufen gibt, könne unter Umständen 100 Milligramm Kalzium liefern, sagt die Expertin. Das sei immerhin ein Zehntel des Tagesbedarfs. «Bei den Nori-Blättern, die das Sushi umhüllen, müsste man schon ordentlich zuschlagen: 15 getrocknete Blätter entsprechen da vom Kalzium her einer Portion Milch von zwei Deziliter.»

Als Superfood pauschalisieren lassen sich Algen also nicht. Ausserdem legen sie einen weiten Weg zurück, bis sie bei uns sind. Mit anderen Worten: Sie sind nicht nachhaltig.

Moderation: Mike La Marr, Redaktion: Regula Zehnder