Aronia: die grosse Unbekannte

Sie schmeckt sauer, hat eine zähe Haut, sieht aus wie eine Heidelbeere und schmeckt roh nicht besonders gut. Aber sie ist reich an Vitaminen und Antioxidantien. Letzteren wird nachgesagt, ein Jungbrunnen zu sein. Aronia ist keine Naschfrucht, aber zur Weiterverarbeitung bestens geeignet.

Aronia-Beeren am Strauch.
Bildlegende: Hierzulande ist die gesunde Aronia-Beere eher unbekannt. Colourbox

«Aronia wird vorwiegend in der Lebensmittelindustrie weiterverarbeitet. Etwa zum Einfärben von Fruchtjoghurts oder Sirup», sagt Max Kopp, Mitarbeiter der Fachstelle Beeren am Inforama, Oeschberg.

Angebaut wird die Frucht, die man auch Apfelbeere nennt, vor allem in Osteuropa. In der DDR war der Aronia-Anbau sogar Teil der Planwirtschaft. Der Bauern- und Arbeiterstaat setzte wegen des hohen Vitamin-C-Gehalts auf die Beere.

In der Schweiz fristet die gesunde Beere ein Nischendasein. «Der Aronia-Anbau ist arbeitsintensiver, als man vor ein paar Jahren gedacht hat», sagt Kopp. Das Unkraut zwischen den Stauden und verschiedene Schädlinge machen den Bauern, die auf die Beere gesetzt haben, zu schaffen. Auch die Ernte der Strauchpflanze im September und im Oktober ist äusserst arbeitsintensiv.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Regula Zehnder