Büffel-Mozzarella: Beliebt, aber nicht unproblematisch

Büffel-Mozzarella ist beliebt. Von den 400 Tonnen, die in der Schweiz jährlich konsumiert werden, stammen Dreiviertel aus dem Ausland, vor allem aus Italien. Ein Viertel stammt aus einheimischer Produktion. Aber Achtung: Die Qualität stimmt nicht immer - und auch die Tierhaltung ist oft ein Problem.

Büffel im Stall.
Bildlegende: Produktion von Büffel-Mozzarella: Die Tierhaltung ist oft mangelhaft. Keystone

Büffelmilch hat einen dreimal so hohen Fettgehalt wie Kuhmilch. Deshalb ist ein guter Büffelmilch-Mozzarella cremiger und auch aromatischer als ein gewöhnlicher Kuhmilch-Mozzarella.

Leider gibt es auch Büffel-Mozzarella, der nicht hält, was er verspricht. Das gilt auch für Produkte aus Kampanien, dem eigentlichen Ursprungsgebiet des Büffel-Mozzarella. Selbst bei Produkten mit der geschützten Ursprungsbezeichnung «Mozzarella di Bufala Campana» ist man nicht vor Fälschungen oder minderwertiger Ware sicher. Denn in Kampanien hat die Mafia überall die Hände mit im Spiel, auch bei der Herstellung von Büffel-Mozzarella.

Gute Büffel-Mozzarella werden auch in anderen Gebieten Italiens hergestellt, etwa im Südtirol oder im Piemont. Und da kann man davon ausgehen, dass die Käse von seriösen Produzenten hergestellt werden. Das Gleiche gilt auch für die Schweiz, die strengere Tierschutzbestimmungen kennt als die EU.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Rudolf Trefzer