Chablis: knackige Weissweine aus dem nördlichen Burgund

Chablis ist ein klingender Name in der Weinwelt. Er steht für elegante, finessenreiche und langlebige Weissweine, die allesamt aus der Chardonnay-Traube gekeltert werden.

Zwei mit Weisswein gefüllte Gläser.
Bildlegende: Chablis: Geprägt vom kühlen Winter und vom oft heissen Sommer. Colourbox

Das Chablis-Anbaugebiet ist nach dem gleichnamigen, im Zentrum der Appellation situierten Dorf benannt. Es liegt mehr als hundert Kilometer nördlich von Beaune. Hier gibt es lange, kalte Winter und oftmals recht heisse Sommer. Die Launen des Klimas beeinflussen die Ertragsmengen und die Jahrgangsqualität mehr als in südlichen Weinbaugebieten.

Je nach Lage und Bodenbeschaffenheit werden die Chablis-Weine in aufsteigender Ordnung gemäss Prestige und Preis in vier verschiedene Appellationen unterteilt: Petit Chablis, Chablis, Chablis Premier Cru und Chablis Grand Cru. Die Grands Crus umfassen sieben Einzellagen (climats): Blanchots, Bougros, Les Clos, Grenouilles, Preuses, Valmur und Vaudésir.

Chablis Grand Cru und Chablis Premier Cru

Die Grand-Crus-Lagen, die insgesamt 106 Hektaren einnehmen, liegen alle am gleichen, gegen Südwesten ausgerichteten Hang in Chablis. Die Premiers Crus wachsen auf 780 Hektaren und verteilen sich auf 40 Lagen, von denen jede ihre spezifische Charakteristik und aromatischen Nuancen aufweist.

Chablis

Mit einer Rebfläche von 3400 Hektaren ist Chablis die grösste der vier Appellationen. Die Qualität in diesen Basisweinen ist nicht einheitlich. Aber die Chablis guter Produzenten zeigen eine solide Struktur sowie viel Raffinesse, Frische und die typischen mineralischen Noten.

Petit Chablis

Als Petit Chablis schliesslich werden jene frisch-fruchtigen, knackigen Weine bezeichnet, die vor allem von kühleren, auf den Hügelkuppen gelegenen Rebbergen stammen. Sie werden jung getrunken.

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Rudolf Trefzer