Chasselas non filtré – Eine Neuenburger Weissweinspezialität

Am Mittwoch ist es wieder soweit. Denn jeweils am dritten Mittwoch im Januar präsentieren die Neuenburger Winzer den neusten Jahrgang ihres unfiltrierten Chasselas, des sogenannten Non Filtré.

Weinglas mit «Non Filtré».
Bildlegende: Kulinarisch passt ein «Non Filtré» wunderbar zu kalten und warmen Käsegerichten. colourbox

Dank verschiedener Filtrationsverfahren ist es längst üblich, dass sich die Weine, die wir kaufen, nicht trüb, sondern klar präsentieren. Eine der Ausnahmen ist da der Neuenburger Non Filtré. Doch auch wenn in früheren Zeiten die Weine nicht immer glasklar waren, handelt es sich beim Non Filtré nicht um eine alte Tradition, sondern um eine Kreation jüngeren Datums.

Der Ursprung des Non Filtré geht auf das Jahr 1974 zurück. Wegen einer kleinen Ernte hatte man im Kanton Neuenburg zu wenig Weisswein. Auf Drängen der Kunden füllte eine Kellerei einen Teil ihres neuen Weines noch unfiltriert ab. Dieser trübe Wein kam bei der Kundschaft so gut an, dass sich der Non Filtré in der Folge sich zu einer Neuenburger Spezialität mauserte.

Heute macht der Non Filtré rund zehn Prozent der Weinproduktion des Kantons aus und erfreut sich schweizweit wachsender Beliebtheit.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Rudolf Trefzer