Darum isst die Nati so eintönig

Bouillonsuppe, Spaghetti Bolognese mit Kalbfleisch und Apfelkuchen. In Brasilien. Praktisch jeden Tag. Diese Eintönigkeit ist Konzept, denn was der Fussballer nicht kennt, soll er nicht essen. Zumindest nicht an der Weltmeisterschaft.

Nahaufnahme einer Gabel mit aufgerollten Spaghettis mit Bolognese-Sauce.
Bildlegende: Nicht nur bei Sportlern beliebter Import von unserem südlichen Nachbarn: Spaghetti Bolognese. Colourbox

«Nichts essen, was der Körper nicht kennt, nichts, was aufliegen kann oder schwer verdaulich ist, und mindestens vier Stunden vor dem Spiel», fasst Ernährungsberaterin Beatrice Conrad zusammen.

Gestern verriet Emil Bolli im «Á point» sein Rezept für Spaghetti Bolognese. Der Koch der Schweizer Nationalmannschaft kocht in Brasilien nach einem strengen Plan. Konkret heisst das:

  • Viele Kohlenhydrate als letzte Mahlzeit vor dem Spiel: Spaghetti und Kuchen.
  • Viel Flüssigkeit und genügend Salz (Bouillon), weil die Fussballer stark schwitzen.
  • Wenig Eiweiss, Fett und Gemüse kurz vor dem Spiel, da diese Zutaten eher schwer verdaulich sind. Trotzdem: Dank gut dosiertem Eiweiss halten die Kohlenhydrate der Spaghetti länger hin. Das Fleisch muss aber unbedingt fettarm sein.
  • Keine kulinarischen Experimente: Man weiss ja nie ...
  • Letzte grosse Mahlzeit vier Stunden vor dem Spiel: Diese muss komplett verdaut sein.
  • Hat jemand kurz vor dem Spiel noch Hunger, soll er kohlenhydrathaltige Getränke, eine reife Banane oder fettarmes Gebäck zu sich nehmen.

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Brigitte Wenger