Der Römertopf - Der Steamer aus Ton

Tongefässe gehören du den ältesten Küchenutensilien der Menschheit. Und auch heute noch zählen sie zur Grundausstattung vieler Küchen.

Im Römertopf wird das Fleisch zart und bleibt saftig.
Bildlegende: Im Römertopf wird das Fleisch zart und bleibt saftig. istockphoto

Ein spezieller Tontopf ist der sog. Römertopf, der hierzulande in den 1970er Jahren in keiner Küche fehlen durfte, aber im Zeitalter der Kombisteamer wieder in Vergessenheit geraten ist. Zu Unrecht!

Der Römertopf ist eine Art Steamer aus Ton. D.h. man kann mit ihm schonend garen, und dies mit minimaler Zugabe von Flüssigkeit und Fett. Obwohl man im Römertopf sehr vieles zubereiten kann, eignet er sich besonders gut für die Zubereitung von Schmorgerichten von relativ fettarmen Fleischarten: Geflügel (Poulet, Truthahn), Kaninchen, Kalbfleisch und Wild.

Zur Verwendung:

Den Römertopf mindestens eine Viertelstunde vor Gebrauch wässern, damit das Wasser in den Ton eindringen kann.

Ein Bett aus rohem Gemüse, z.B. Wirz, Lauch etc. zubereiten, wenig Flüssigkeit (Bouillon, Wein) dazugeben und das gewürzte Fleisch darauf legen.

Es empfiehlt sich, fettarmes Fleisch mit Olivenöl oder flüssiger Butter zu bestreichen oder mit Speckstreifen zu belegen.

Deckel drauf und ab in den kalten Backofen geben und bei 180° C garen. Im Vergleich zu herkömmlichen Schmormethoden dauert die Garzeit ca. 15 bis 30 Minuten länger. Aber bei Schmorgerichten, die ja lange köcheln sollen, gilt, lieber ein wenig länger als zu kurz!

Bei der Reinigung sollte auf die Verwendung von Spülmitteln verzichtet werden, da Reste davon sich im Ton festsetzen und beim nächsten Gebrauch den Geschmack des Kochguts beeinträchtigen könnten.

Moderation: Stefan Kohler, Redaktion: Maja Brunner