Der Sommer war ideal für die Süsskartoffel

Die Süsskartoffel ist eine richtige Zentralamerikanerin: Sie mag es warm. Temperaturen unter zehn Grad sind ihr ein Graus. Deshalb hat sie sich im Schweizer Sommer 2015 richtig wohl gefühlt. Agroscope testete erfolgreich verschiedene Anbaumethoden.

Süsskartoffel geschnitten.
Bildlegende: Nicht verwandt mit der Kartoffel: Die Süsskartoffel ist eine Wurzel. colourbox.com

«Vor Ende Mai oder gar Anfang Juni braucht man die Süsskartoffel gar nicht ins Freie zu setzen», sagen Brice Dupuis und Ruedi Schwärzel, die den Versuch am Agroscope in Changins bei Nyon geführt haben. «Auch wir haben das zu spüren bekommen: Ende Mai sank die Bodentemperatur noch einmal unter drei Grad, alle Pflänzchen verloren Blätter. Doch sie erholten sich und genossen den heissen, trockenen Sommer.»

Die Forscher von Agroscope verglichen verschiedene Anbaumethoden: Das Abdecken des Erdreichs mit einer schwarzen Plastikfolie, das Bedecken der Pflänzchen mit einem weissen Fliess und unbedeckte Vergleichspflanzen. Die bedeckten Pflanzen lieferten einen doppelt so hohen Ertrag als die unbedeckten Pflanzen.

«Es ist in der Schweiz also möglich, Süsskartoffeln anzupflanzen, solange die Bodentemperatur nicht unter zehn Grad fällt», ziehen die Forscher als Fazit.