Der Teller – Grundlage gehobener Esskultur

Aus Porzellantellern zu essen, ist für uns selbstverständlich. Doch diese Selbstverständlichkeit war vor 300 Jahren noch ein unerschwinglicher Luxus. Denn erst anfangs des 18. Jahrhunderts gelang es, in Europa Porzellan herzustellen.

Teller und Besteck auf rotem Tisch.
Bildlegende: Gabel links, Messer rechts: Was aber gilt beim Tisch decken für den Teller? Colourbox

Teller in der heutigen Form mit einer Vertiefung in der Mitte kannte man im Mittelater nicht.

Vom 12. bis 14. Jahrhundert war es üblich, die Speisen direkt von den Schüsseln und Platten in den Mund zu führen. Um dies nicht etwa nur bei den einfachen Leuten, sondern auch in den gehobenen Ständen.

Im Laufe des 15. Jahrhunderts änderte sich das: Nun benützte man Brotscheiben oder Fladenbrote, auf die festen Speisen gelegt wurden, als «Teller». Auch flache, meist runde Holzbrettchen und später auch flache Zinnteller dienten nun diesem Zweck.


Teller in der heutigen Form mit einer Vertiefung in der Mitte wurden in Europa aber erst seit dem 16. Jahrhundert benutzt, und zwar zunächst nur an adligen Höfen.

Redaktion: Rudolf Trefzer