Die Jakobsmuschel: Zart-delikates Meeresgetier

Nach der Auster gilt die Jakobsmuschel mit ihrem zarten Fleisch und ihrem delikaten, nussartigen Aroma als die beste Speisemuschel.

Auf dem Jakobsweg war die Jakobsmuschel das Erkennungszeichen der Pilgerer.
Bildlegende: Jakobsmuschel und Muschelschale gewürzt. Colourbox

Wenn Pilger auf ihrem Marsch zum Grab des Apostels Jakob nach Santiago de Compostela pilgerten und pilgern, diente ihnen die Jakobsmuschel als Erkennungszeichen und Beweis für die gemachte Pilgerreise. Dieser Tatsache verdankt sie ihren Namen. Zudem war die Muschelschale auch von praktischem Nutzen: Sie diente den Pilgern nämlich als Schöpf- und Trinkgefäss sowie als Essschale.

Als die besten Jakobsmuscheln gelten jene Arten, die in kalten Gewässern gefangen werden. Dies sind etwa die in der Normandie, Schottland, Irland oder Norwegen. Jakobsmuscheln zeichnen sich durch eine bissfeste, aber zarte Konsistenz aus. Damit sie so bleiben, ist es wichtig, dass man die Jakobsmuscheln, unabhängig von der Garmethode, nicht zu lange gart. Sonst werden sie gummig. Zudem sollten sie innen glasig sein, also nicht voll durchgegart. Dann sind sie butterzart und haben einen delikaten, leicht süsslichen Geschmack. Wenn sie ganz frisch sind, kann man sie auch roh essen, etwa als Carpaccio oder als Ceviche.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Rudolf Trefzer