Die Küche der Könige

«Grande cuisine»: Seit ihrer Entstehung in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts gilt die klassische französische Küche als die Küche der Könige und der Aristokratie.

Lange Tafel beim Essen der dänischen Königin Margrethe II.
Bildlegende: Dänemarks Königin Margrethe II. empfängt 2005 den US-Präsidenten George W. Bush. Keystone

Während der Regierungszeit Ludwig XIV. wurde die Adelsgesellschaft am französischen Königshof zum Referenzmodell, an dem sich die Aristokratie in ganz Europa orientierte.

Von Paris aus breiteten sich die gleichen Umgangsformen, die gleichen Manieren, der gleiche Geschmack, die gleiche Sprache und die gleiche Küche über alle anderen Königs- und Fürstenhöfe in Europa aus.

Mit der «grande cuisine» brach die französische Herrschaftselite mit den überlieferten Ess- und Kochgewohnheiten aus dem Mittelalter. Sie wandte sich einem neuen Modell des kulinarischen Savoir-vivre zu. Dieses zeichnete sich durch geschmackliche Raffinesse und neue, mitunter komplexe, Zubereitungsarten aus.

In der Folge prägte die französische «grande cuisine» die Küchen der Reichen und Mächtigen. Bis heute bildet sie eine wichtige Grundlage der internationalen Spitzengastronomie.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Rudolf Trefzer