Die Muskatnuss – Wundergewürz aus Indonesien

Die Muskatnuss war das letzte asiatische Gewürz, das Europa erreichte. Doch dann brach in Europa eine eigentliche Muskatnussmode aus. Die spannende Geschichte des interessanten Gewürzes im «A point».

Eine angeriebene Muskatnuss und daneben das Pulver in einer Holzschale.
Bildlegende: Die Muskatnuss kam aus Indonesien nach Europa. Colourbox

Die Muskatnussbäume wuchsen ursprünglich nur auf den Banda-Inseln, einer abgelegenen Inselgruppe, die zu den Molukken in Indonesien gehört. Erst Ende des 18. Jahrhunderts gelangten Schösslinge des Muskatnussbaums in andere Gebiete, die sich für den Anbau dieser heiklen Pflanze eigneten. So auch nach Grenada, von wo heute rund 20 Prozent der Gesamtproduktion kommen.

Muskatnüsse wurden seit dem 13. Jahrhundert in Europa in kleinen Mengen gehandelt. Nachdem die Portugiesen als erste Europäer 1512 bis zu den Banda-Inseln vorgedrungen waren, nahm das Handelsvolumen zu. Die Portugiesen kontrollierten im 16. Jahrhundert den Muskatnusshandel.

Um 1600 gelang es den Holländern, sich für 150 Jahre das Handelsmonopol für Muskatnüsse zu sichern. Damals besetzten sie die Banda-Inseln mit brutaler Gewalt, terrorisierten die einheimische Bevölkerung und rotteten sie grösstenteils aus.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Rudolf Trefzer