Essen macht glücklich...

... nicht essen macht unglücklich. Dafür braucht es keine wissenschaftlichen Untersuchungen. Warum dies aber so ist, da sind sich auch die Experten nicht einig. Sind es die Inhaltsstoffe? Ist es die Psyche? Ist es unser Urverhalten tief in uns drin?

Mädchen beisst in eine Wassermelone.
Bildlegende: Da lacht die Wassermelone! colourbox.com

Biologen sagen: Serotonin, unser Glückshormon, macht glücklich. Serotonin essen und glücklich sein, dies wäre also die einfache Lösung. «Das mit der Nahrung aufgenommene Serotonin gelangt jedoch gar nicht zum Ort, wo das Glück ausgelöst wird», sagt Ernährungsberaterin Helena Kistler. «Dafür braucht es eine kompliziertere Kombination von Eiweissbaustoffen und Kohlenhydraten.»

Ernährungspsychologen sagen: Die Esssituation und die Erinnerungen, die wir an Nahrungsmittel knüpfen, machen glücklich. «Gut möglich, dass die psychologische Komponente des Essens die biologische überlagert», sagt Helena Kistler. «Dies würde erklären, warum uns eine bestimmte Schokolade immer daran erinnert, wie es uns einmal schlecht geworden ist. Obwohl diese Schokolade biologisch gesehen glücklich machen sollte.»

Historiker sagen: Kalorien- und fetthaltige Nahrungsmittel machen glücklich, weil wir sie früher zum Überleben brauchten. «Was wir früher zu Zeiten von Hunger und Mangelernährung brauchten, macht uns auch heute kurzfristig gesehen zufrieden», sagt Helena Kistler. «Längerfristig führt dies eher zu Süchten und Übergewicht».

Redaktion: Brigitte Wenger