Federkohl: Das neue Trendgemüse

In den USA ist Federkohl – sorry, «Kale» der mega Trend. Der gute alte Grünkohl – neu entdeckt. Mittlerweile schwören Hollywoodstars auf die als «alte Leute Gemüse» verschriene Vitaminbombe. Verarbeitet zu Smoothies, Chips oder Kale-Salad. Die Kohlchips gibt es mittlerweile auch in der Schweiz.

Federkohlsalat mit Sbrinz auf Teller angerichtet.
Bildlegende: Kale-Salat mit Sbrinz. SRF

Federkohl die Vitaminbombe

Federkohl hat doppelt so viel Vitamin C wie Orangen – eine richtige Vitaminbombe. 100 Gramm Federkohl decken den Tagesbedarf an Vitamin C. Er enthält aber auch besonders viel Kalium, Kalzium, Magnesium Phosphor und Eisen.

Alte Sorte neu entdeckt

Lange galt Federkohl als «Alte-Leute-Gemüse», als unmodern und von gestern. Und immer wenn eine Gemüsesorte nicht mehr wie selbstverständlich auf unserem Speisezettel auftaucht, kommt ProSpecieRara ins Spiel. Die Stiftung setzt sich für Sortenvielfalt ein, insbesondere gegen das Aussterben von seltenen Pflanzensorten. Verschiedene Federkohlarten gehören auch dazu.

Grünkohl global

In Deutschland heisst der Federkohl Grünkohl – aus der nordischen Küche ist er nicht wegzudenken. Dort wird er traditionell mit Zwiebeln eingekocht und zu Kasseler (Rippli) serviert.

Im hippen New York und bei Hollywoodstars kommt er als Smoothie, als «Kale-Salad», als Kohlsalat aus blanchierten Blättern oder zu Chips verarbeitet auf den Teller. Kohl-Chips gibt es auch in der Schweiz zu kaufen. Sie lassen sich jedoch auch selber einfach im Ofen herstellen.

7-Gänge mit Kohl

Von wegen langweiliger, alter Kohl. Der Nachwuchs-Spitzengastronom Tobias Zihlmann wollte es wissen: Er hat für eine ausgewählte Gästeschar ein siebengängiges Menü rund um den Kohl auf den Tisch gezaubert. Vom Apéro bis zum Dessert hat Zihlmann den Gästen Kohl in allen möglichen Varianten serviert.

«Das Dessert war die grösste Herausforderung», sagt der Gastronom. Dafür hat er stundenlang Kohl eingekocht und eine Kohlmelasse hergestellt. «Ohne Zugabe von Zucker», betont Zihlmann, «Kohl hat selber Zucker, der hier voll zum Tragen kommt.»

Moderation: Thomy Scherrer, Redaktion: Regula Zehnder