Gar kein Langweiler – die Gurke

Mal ehrlich, hätten Sie hinter den Namen «Kleine Grüne aus Paris» oder «Deutsche Schlange» eine simple Gurke vermutet? Wohl eher nicht.

Mehrere Gurken auf einem Holzbrett.
Bildlegende: Schon die alten Ägypter sollen Gurken gegessen haben. Colourbox

Und doch: Sowohl die «Deutsche Schlange» als auch die «Kleine Grüne aus Paris» sind beides Gurken. Alte Sorten, deren Namen andeuten, wie weitläufig und vielfältig die «Gurken-Welt» ist. Dies auch wenn sich das Angebot an Gurken im Grossverteiler meist auf die ewig gleiche, häufig in eine Plastikhaut eingeschweisste, Salatgurke beschränkt.

An die 40 verschiedene Sorten

Gurken gibt es in rund 40 unterschiedlichen Sorten. Von dunkelgrün bis weiss-gelblich, von höckerig bis glatt, von rund bis länglich, mit und ohne Stacheln. Und auch die Länge der Gurke kann stark variieren: Da gibts nämlich so ziemlich alles, von der gerade mal fingerlangen Einmachgurke bis zu vergleichsweise riesigen Exemplaren, die gut und gerne einen ganzen Meter lang sein können.

Fast ganz aus Wasser

Was allen Gurken gemeinsam ist: Die Gurke besteht zu 96 Prozent aus Wasser, wirkt wassertreibend und kühlend und hat wertvolle Inhaltsstoffe wie unter anderem Provitamin A, Vitamin B1 und Vitamin C.

Übrigens: gemäss der ayurvedischen Medizin soll die Gurke nicht nur den Körper kühlen, sondern auch aufs Gemüt beruhigend wirken. Diese besänftigende Wirkung der Gurke scheint auch im englischen Sprachraum bekannt zu sein. Auf jeden Fall bezeichnet man dort, Menschen die nichts aus der Fassung bringt, als «cool as a cucumber»

 

Und das müssen Gurken-Liebhaber wissen:

Beim Gurken-Kauf darauf achten, dass sich die Gurke fest und straff anfühlt.

Die Gurke reagiert empfindlich auf das Gas Ethylen. Das heisst, Die Gurken verfärben sich gelblich und verderben schnell, wenn sie zum Beispiel in der Nähe von Äpfeln, Peperoni oder Tomaten gelagert werden.

Die Gurke ist auch kälteempfindlich. Zu viel Kälte wirkt sich negativ auf das Aroma der Gurke aus. Am besten lagert man die Gurken bei 12 bis 15 Grad, eingewickelt in eine Frischhaltefolie.

Redaktion: Maja Brunner