Glühwein – Heisser Wein für kalte Tage

Wenn es draussen so richtig kalt ist, gibts nichts Besseres als ein wärmendes Getränk. Zum Beispiel ein Glühwein. Der Name deutet es an: Beim Glühwein handelt es sich um Wein, der erhitzt wird. Dazu wird er traditionell mit Zimt, Gewürznelken, Sternanis und Zucker gewürzt.

Zwei Gläser Glühwein mit Gewürzen auf dem Tisch.
Bildlegende: Den Glühwein kann man auch mit Saft und der Schale von Zitronen oder Orangen würzen. colourbox

Wie bei vielen anderen Traditionen aus dem Bereich der Ess- und Trinkkultur gibt es auch für den Glühwein kein Originalrezept.

Fest steht lediglich, dass man schon in der Antike und dann auch im Mittelalter Wein mit diversen Gewürzzutaten aromatisierte. Da die verwendeten exotischen Gewürze aber teuer waren, waren diese Gewürzweine ein Edelgetränk, das sich nur Wohlhabende leisten konnten. Die traditionellen Gewürzweine wurden aber in der Regel kalt und nicht als warmes oder heisses Getränk genossen.

Mit der Zeit hat sich aber der Brauch eingebürgert, dass man in den kalten Wintermonaten die Gewürzweine warm oder heiss getrunken hat. Rezepte für Glühwein tauchen vermehrt im 18. und 19. Jahrhundert auf, als die exotischen Gewürze in Europa für mehr Menschen erschwinglich wurden.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Rudolf Trefzer