Imagewandel in der Küche – Traumberuf Koch

Bis vor noch nicht allzu langer Zeit hatte der Kochberuf keinen besonders guten Ruf. Tempi passati! Heute ist es hipp und cool, sich als professioneller Koch zu betätigen.

Koch mit Mütze zeigt Kindern in der Küche einen grossen Fisch.
Bildlegende: Benoit Violier zeigt dem potentiellen Nachwuchs, wie im Hotel de Ville in Crissier mit Frischprodukten gekocht wird. Keystone

In verschiednen Kinofilmen der jüngsten Zeit stehen Köche im Mittelpunkt einer Geschichte – wie etwa im Film «Burnt» von John Wells, der zurzeit auf der Leinwand zu sehen ist. Ein Zeichen dafür, dass der Kochberuf zum Traumberuf mutiert ist.

Seit den 1970er-Jahren hat der Kochberuf einen radikalen Imagewandel erfahren. Begonnen hat es in Frankreich, als sich einige jüngere Küchenchefs von der eher schweren und überladenen klassischen französischen Küche distanziert haben. Jeder hat auf seine Art auf eine leichtere, zeitgemässere und auch innovative Küche gesetzt. Dieser neue Küchenstil machte als «Nouvelle Cuisine» Furore.

Mit der neuen Küche änderte sich auch das Selbstverständnis dieser jungen Generation von Spitzenköchen. Als Unternehmer und kreative Kochkünstler wurden sie zu Personen von öffentlichem Interesse und einige gar zu gefeierten Stars.

Zwar ist der Kochberuf auch heute noch kein Honigschlecken, aber die Aussicht, sich dereinst zum gefeierten Kochkünstler hocharbeiten zu können, hat den Kochberuf zu einem Traumberuf gemacht.

Redaktion: Rudolf Trefzer