Internationales UNO-Jahr der Hülsenfrüchte

2016 hat die UNO zum internationalen Jahr der Hülsenfrüchte ernannt. Linsen, Bohnen und Erbsen sollen weltweit mehr angebaut und auf den Teller kommen. Schon in der Bibel spielten Hülsenfrüchte eine Rolle. Für einen Teller Linsen hat Jakob seinem Bruder Esau das Recht des Erstgeborenen abgekauft.

Hülsenfrüchte liegen auf dem Boden.
Bildlegende: Symbolbild. Colourbox

Die UNO hat 2016 zum Jahr der Hülsenfrüchte ernannt, «in dem Bewusstsein, dass Gesundheitsorganisationen auf der ganzen Welt den Verzehr von Hülsenfrüchten als Teil einer gesunden Ernährung empfehlen. Mit dem Ziel, der Adipositas-Krankheit entgegenzuwirken und chronischen Krankheiten, wie zum Beispiel Diabetes, koronaren Erkrankungen und Krebs vorzubeugen und ihre Behandlung zu unterstützen», so die UNO.

Hülsenfrüchte im Trend
Hülsenfrüchte waren lange Zeit als Essen für arme Leute verschrien. Wer es sich leisten konnte, ass Fleisch. Erst mit dem bewussteren Fleischkonsum oder vegetarischer oder gar veganer Ernährung kommen Hülsenfrüchte auch bei uns vermehrt auf den Teller. «Als kompletten Fleischersatz reichen sie für mich nicht aus», sagt Steffi Schlüchter von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung. «Sie sind aber eine gute Sättigungsbeilage und ein guter Energie- und Eiweisslieferant.»

Dose oder selber einlegen?
Hülsenfrüchte brauchen für die Zubereitung Zeit, denn sie müssen vor dem Kochen zuerst in Wasser eingelegt werden. Da liegt es nahe, zum Beispiel zu einer Dose Linsen zu greifen. Steffi Schlüchter hält dem nichts entgegen, gibt allerdings zu bedenken, dass man bei Dosenlinsen nicht die genauen Zugaben an Zucker und Konservierungsstoffen kennt. «Aber wenn's pressiert - warum nicht», sagt die Expertin.

Blähungen müssen nicht sein
Hülsenfrüchte führen nicht selten zu Blähungen. Das muss nicht sein, sagt Steffi Schlüchter: «Wichtig ist, das Einweichwasser wegzuschütten und zum Beispiel die Linsen in frischem Wasser kochen.» Auf diese Weise werden ein Teil der komplexe Zuckerstoffe, die blähen weggeschüttet. Auch Kümmel oder ein Schuss Essig zum Kochen können helfen. «Oder man isst regelmässig Hülsenfrüchte. Auf diese Weise gewöhnt sich der Darm daran.»

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Regula Zehnder