Kastanien – vom Brot der Armen zur Delikatesse

Lange galten sie in den Gebieten, in denen sie angebaut wurden, als das Brot der Armen. Doch diesen nicht eben sonderlich guten Ruf haben sie längst abgelegt.

Esskastanien.
Bildlegende: Imagewandel: Kastanien sind heute begehrt. Keystone

Die Edelkastanie ist eine alte Kulturpflanze ist und stammt ursprünglich aus Kleinasien. Sie wurde bereits in der griechischen Antike angepflanzt. Die Römer verbreiteten dann die Kastanie in ihrem ganzen Herrschaftsgebiet, bis nach England. Seit dem 11. Jahrhundert breitete sich die Kastanie rasch weiter aus, vor allem in Gebieten, wo wegen des Klimas oder der Topographie kein Getreide angebaut werden konnte.

Bis ins 20. Jahrhundert war die Edelkastanie in den Bergregionen Südeuropas das Hauptnahrungsmittel der Landbevölkerung. Der Kastanienkonsum nahm in diesen Gebieten jedoch in dem Masse ab, wie die Menschen es sich leisten konnten, auch Brot, Reis und andere Grundnahrungsmittel zu kaufen. Heute hat die Edelkastanie den Status einer saisonalen Delikatesse.

Redaktion: Rudolf Trefzer