Koch vom Loser-Beruf zum Popstar – Am Beispiel von Spitzenkoch Anton Mosimann

Spätestens seit 1999, als sich der junge englische Koch Jamie Oliver sich mit seiner modernen britischen Küche und seiner TV-Serie «The Naked Chef» aufmachte, ein erfolgreicher Gastro-Unternehmer zu werden, seit dann, ist nicht nur dem Szene-Kenner klar: Der Beruf des Kochs ist kein Loser-Beruf .

Anton Mosimann mit Lionel Jospin, Jacques Chirac und Tony Blair in London.
Bildlegende: Hohe Gäste im Jahr 1999: Anton Mosimann mit Lionel Jospin, Jacques Chirac und Tony Blair in London. Keystone

Das Image des Berufsbildes hat sich stark gewandelt. Koch ist nicht mehr der Beruf für Schulmüde und Schulversager, die nach der Lehre ein Leben lang Schnitzel und Pommes kochen. Wer Koch wird, dem steht heute die grosse Karriere offen. Die grosse Bühne. Grosse Chefs wie Daniel Humm, Tanja Grandits oder Andreas Caminada sind nicht mehr «nur» Spitzenköche, nein , sie werden in der Szene zuweilen gar wie Popstars gefeiert.

Karriere im Ausland

Einer der ersten Schweizer Küchenchefs mit Starpotenzial ist wohl der 70jährige Spitzenkoch Anton Mosimann, der in London in seinem Privat-Club «Mosimann's» am Herd steht und dort seit den 80er Jahren erfolgreich für Schöne, Reiche und gekrönte Häupter kocht. Seine Lebensgeschichte ist übrigens in der unlängst erschienen Autobiographie «Anton Mosimann – Life is a Circus» nachzulesen und macht deutlich: Sprüche wie «wer nichts wird, wird Wirt» sind heutzutage definitiv überholt.

 

Buch-Tipp: «Anton Mosimann – Life is a Circus», Reinhardt Verlag

Redaktion: Maja Brunner