Lambrusco – die schäumende Alternative zum Rosé

Der Lambrusco hat einen ebenso berühmten Namen wie einen zweifelhaften Ruf. Doch es gibt sie auch, die qualitativ hochstehenden Lambrusco. Und diese kühl getrunkenen Schaumweine bereiten enormen Trinkspass. Vor allem im Sommer!

Blaue Trauben.
Bildlegende: Erntereife Trauben: Das bedeutendste Lambrusco-Anbaugebiet ist die DOC-Appellation Reggiano Lambrusco um die Stadt Reggio nell´Emilia. Keystone

Der Lambrusco di Sorbara (aus dem Anbaugebiet um den Ort Sorbara, nördlich von Modena) ist für Kenner der wohl typischste Lambrusco: Mit seiner hellroten Farbe, seinen Aromen von Himbeeren und roten Johannisbeeren und seiner knackigen Säure ist er der ideale Begleiter für die deftigen, fettreichen Speisen der emilianischen Küche. Zuweilen wird er auch als Grundwein für in der Flasche vergorene Schaumweine verwendet.

Das Anbaugebiet des Lambrusco Grasparossa di Castelvetro liegt im Süden von Modena. Diese violettfarbige, von Brombeeraromen geprägte, tanninreich-kräftige Lambrusco-Variante wird meist mehr oder weniger restsüss abgefüllt.

Wer einen trockenen Grasparossa wünscht, sollte deshalb beim Kauf auf den Vermerk «secco» achten. Das mengenmässig bedeutendste Lambrusco-Anbaugebiet ist die DOC-Appellation Reggiano Lambrusco um die Stadt Reggio nell` Emilia. Dieser wird meist aus verschiedenen Lambrusco-Sorten assembliert.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Rudolf Trefzer