Liebstöckel – Küchenkraut mit Maggi-Aroma

Liebstöckel ist zwar ein bekanntes Küchenkraut, doch hat man den Eindruck, dass er in letzter Zeit ein wenig in Vergessenheit geraten ist und heute unter den Würzkräutern eher ein Schattendasein führt. Zu Unrecht.

Liebstöckelblätter
Bildlegende: Liebstöckel kann man sowohl frisch wie getrocknet verwenden. colourbox

Liebstöckel stammt wahrscheinlich aus dem Nahen oder Mittleren Osten. Von dort kam er über das Mittelmeergebiet ins restliche Europa. Wild wächst Liebstöckel nur in warmen Gebieten. Da er aber in Gemüse- und Kräutergärten angebaut wurde und wird, kann es auch in kälteren Regionen Europas stellenweise verwildert auftreten.

Liebstöckel wird wegen seines intensiven, sellerieähnlichen Geruchs auch Maggi-Kraut genannt, obwohl die Maggiwurzel kein Liebstöckel enthalten soll.

In der Küche ist der Liebstöckel etwas in Vergessenheit geraten, obwohl es ein vielfältig verwendbares Würzkraut ist. Wegen seines kräftigen Aromas wird Liebstöckel als Würzkraut in Suppen, Eintöpfen und Kartoffelgerichten verwendet. Aber auch mit Fleisch- oder Fischgerichten harmoniert er gut.

Besonders gut schmeckt Liebstöckel zusammen mit Tomaten und als Salatkraut. Und Jogurt- oder Quarksaucen kann man aromatisch aufpeppen, wenn man sie zusammen mit anderen Kräutern und fein gehacktem Liebstöckel und Knoblauch würzt.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Rudolf Trefzer