Madeira – Weine für die Ewigkeit

Madeira ist eine portugiesische Insel im Atlantik. Die dort erzeugten hochprozentigen Weine sind weltweit bekannt. Heute ist ihr Ruf im Allgemeinen nicht mehr sonderlich gut, da man sie vor allem als billige Kochweine verwendet. Es gibt aber auch edle Tropfen. Und vor allem: Sie können ewig altern.

Rebberg auf Madeira.
Bildlegende: In der Nähe von Sao Vicente auf Madeira zum Beispiel wird die Traubensorte Verdelho angebaut. Keystone

Die besten und interessantesten Madeiras werden aus vier weissen Edelsorten erzeugt und reinsortig abgefüllt. Nur zehn Prozent von Madeiras Gesamtrebfläche von 2100 Hektaren sind aber damit bestockt.

Edle Madeiras

Aus der Sorte Sercial, die vorab in kühleren Höhenlagen auf der Nordseite der Insel kultiviert wird, werden trockene, säurebetonte Madeiras gekeltert. Nach einer mindestens zehnjährigen Lagerung vermögen diese Weine durch ihre subtile, finessenreiche Aromatik zu beeindrucken.

Halbtrockene Weine werden dagegen aus der Sorte Verdelho gekeltert. Sie entwickeln nach einigen Jahren Reife Aromen von Trockenfrüchten, Nüssen und Honig.

Halbsüss präsentieren sich die Weine der Bual-Traube. Sie wird vor allem auf der wärmeren Südseite Madeiras angebaut. Die Bual-Gewächse weisen ein breites, von einer frischen Säure gestütztes Aromenspektrum auf, das von Rosinen, Trockenfrüchten und Zitrusfrüchten geprägt ist.

Der süsseste Madeira-Typ ist der Malvasia (Malmsey), bei dem Aromen von Vanille, Honig, Kaffee und kandierten Früchten dominieren.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Rudolf Trefzer